Zum Beispiel als 16-Jähriger, als er, um sein Sackgeld aufzubessern, in einer Strip-Bar kellnerte. Damals habe er seinen Mathematiklehrer dabei beobachtet, wie er sich mit einer Prostituierten vergnügte, erzählte der 66-jährige Künstler der "Schweizer Illustrierte". Im Gegenzug dafür, dass er ihn nicht verriet, erschlich sich Beltracchi fortan bessere Noten.

Nachdem er mit 17 aus dem Gymnasium geflogen war, fuhr der deutsche Maler, der heute mit seiner Frau in der Schweiz lebt, lieber mit der Harley durch Europa und die USA, als die Kunstschule zu beenden. "Ich war wie ein psychedelisches Karnickel", erinnert er sich.