Bewusst hat sie sich nach der «Kelly Family» aus dem Showbusiness zurückgezogen. Und doch ist Maite Kelly als Solo-Künstlerin unterwegs. Mitte Oktober hat sie ihr neuestes Schlageralbum veröffentlicht: «Die Liebe siegt sowieso». Am Freitag war sie Teil der der «grossen Schlagerparty Zürcher Hallenstadion.

«Ich hasse das Showbusiness», sagte sie in der Sendung TalkTäglich auf Tele Züri zu Moderator Oliver Steffen. Eigentlich sei sie auch sehr schüchtern und habe «viele Jahre» gebraucht, um zu lernen, auf der Bühne zu sehen. Wie passt das zusammen?

Maite Kelly erklärt es so: «Ich liebe den Menschen. Und auf der Bühne ist für mich der Ort, wo ich den Menschen ganz nah begegnen darf.»

Maite Kelly mit «Die Liebe siegt sowieso»

Und trotz ihrer Zwiespältigkeit gegenüber dem Rampenlicht: «Das Leben hat mich immer wieder auf die Bühne geschleudert.» Zum Beispiel damals, als sie ihrem Ex-Mann unter die Arme greifen habe müssen, um ihren Teil zum Familienbudget beizutragen. «Ich musste arbeiten gehen und das einzige, was ich kann, ist singen.»

Sehen Sie hier die ganze Sendung «TalkTäglich» mit Maite Kelly in voller Länge:

Vom Hippiekind zum Schlagerstar

«Sag mir wann, sag mir wo – die Liebe siegt sowieso», singt Maite Kelly auf ihrem neuesten Album. Vor einem Jahr hat sie sich von ihrem Mann und dem Vater ihrer drei Töchter, Florent Raimond, getrennt. «An die ewige Liebe glaubst du wahrscheinlich nicht mehr», sagt Oliver Steffen deshalb. 

Von wegen: «Natürlich!», lautet die Antwort von Maite Kelly. Erst bezieht sie sich auf ihren Glauben. Ganz am Schluss des TV-Gesprächs meint sie dann aber doch noch keck: «Irgendwann kommt ja vielleicht ein neuer Mann, vielleicht ist er ja schon da.» (smo)

Maite Kelly – vom Hippiekind zum Superstar, WDR, 2018: