Sie trinke viel Orangensaft, esse gesund und trinke fast keinen Alkohol, verrät Gerster im Interview mit der Boulevardzeitung "Blick" ihr Rezept für ein langes Leben. "Mehr als 100 Jahre alt zu werden, wäre schon toll", sagt sie. Den Tod fürchte sie aber nicht. "Angst habe ich nur vor Schmerzen und Krankheit", so Gerster.

Von Schönheitsoperationen hält die Märchenkönigin nichts. Wenn jemand eine "riesengrosse, krumme Nase" habe, begreife sie ja, dass er sich unters Messer lege, so Gerster. "Aber die üblichen Schönheitsoperationen, die viele Frauen im Alter machen, um jung auszusehen, würde ich nie machen", sagt die gebürtige St. Gallerin.

Eine harte Hochzeitsreise

Das Leben sei früher nicht einfacher gewesen als heute, sagt Gerster - es sei eher jetzt einfacher. "Der Vorteil des Älterwerdens ist unter anderem, dass man vieles nicht mehr tut", erzählt die 91-Jährige. Sie verzichte zum Beispiel freiwillig aufs Auto fahren und unternehme auch keine Reisen und Bergtouren mehr.

Sie sei sowieso nie gerne gewandert, erzählt Gerster. Ganz anders ihr Mann: "Unsere Hochzeitsreise wollte ich im schönen Venedig verbringen, meinem Mann schwebte aber eine Bergtour vor." Ihr Mann setzte sich schliesslich durch - die beiden fuhren in die Berge. Die Märchenerzählerin erinnert sich: "Ich konnte schon nach einer Stunde fast nicht mehr gehen, weil ich Blasen an meinen Füssen hatte."