Kein Sonderstatus

Lukas Bärfuss hält sich nicht für Frisch oder Dürrenmatt

Schriftsteller Lukas Bärfuss wehrt sich mit Händen und Füssen gegen den Vergleich mit grossen öffentlichen Intellektuellen wie Frisch oder Dürrenmatt (Archiv)

Schriftsteller Lukas Bärfuss wehrt sich mit Händen und Füssen gegen den Vergleich mit grossen öffentlichen Intellektuellen wie Frisch oder Dürrenmatt (Archiv)

Für den Thuner Autor Lukas Bärfuss ("Stil und Moral. Essays") ist die Öffentlichkeit Teil seiner Arbeit - nicht mehr und nicht weniger. Seit er schreibe suche er sie, als Künstler sei er darauf angewiesen. Ein «intellektuelles Programm» jedoch habe er nicht.

Deshalb fällt es ihm auch schwer, sich als öffentlicher Intellektueller betiteln zu lassen, dessen Stimme ein besonderes Gewicht hat. "Ich glaube nicht, dass die Öffentlichkeit etwas von mir erwartet. Jedenfalls wartet sie nicht auf mich", sagte Bärfuss im Interview mit der "Neuen Zürcher Zeitung". Und weiter: "Für mich ist die Öffentlichkeit täglicher Partner, im Theater als Publikum."

Diese Haltung betont er einmal mehr, als sein Stellenwert ganz konkret mit jenem von Frisch oder Dürrenmatt verglichen wird. "Meine Position ist nicht exklusiv. Jeder kommt mit einem Kopf zur Welt, der ihm die Chance bietet, sich Gedanken zu machen", so der 43-Jährige. Überhaupt lebe er doch in einem ganz anderen sozialen Zusammenhang als die Herren Frisch und Dürrenmatt, in einer anderen Weltordnung.

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