Er selber habe aber immer vorne gespielt, verriet der 48-Jährige der Nachrichtenagentur sda an den Solothurner Filmtagen. Dem Fussballclub ist der Langenthaler mit spanischen Wurzeln nie beigetreten. "Meine Eltern fanden Fussball zu gefährlich und schickten mich in den Leichathletikverein." Heute hege er aber den Verdacht, dass sie den Fussballclub zu proletarisch gefunden hätten, fügte Lenz lachend hinzu.

Auch wenn der 48-Jährige immer schon eine grosse Liebe zum Ballsport verspürte, eine Profikarriere strebte der Schriftsteller nie an. "Dazu hätte ich einfach nicht genügend Talent gehabt."

Und Lenz schliesst trotz seiner kleinen Rolle im Film - er spielt einen französischen Drogenschmuggler - eine Schauspielkarriere aus. "Mich interessiert das Metier, aber ich masse mir nicht an, spielen zu können." Seine Filmrolle sei so klein, "dass nichts passieren kann". Sowieso: "Für eine Filmkarriere wäre ich zu alt." Er bleibe bei seinem Grundsatz: "Jeder sollte tun, was er am besten kann."

Schreiben kann Lenz, auch Drehbücher: Er ist gemeinsam mit Regisseurin Sabine Boss und Jasmin Hoch mit "Der Goalie bin ig" in der Sparte "Bestes Drehbuch" für den Schweizer Filmpreis nominiert. Insgesamt konnte sich der Film am Mittwochabend über sieben Nominationen freuen.