Die Strecke sei jedoch vor allem aus praktischen Gründen gebaut worden, sagte Präsident Sersch Sargsjan nach Medienangaben vom Montag. Gemeinsam mit dem Oberhaupt der armenisch-apostolischen Kirche, Karekin II., nahm der Staatschef an der Jungfernfahrt teil.

Die Gondeln schweben in elf Minuten über die Worotan-Schlucht zum Kloster Tatew, etwa 225 Kilometer südöstlich von Eriwan. Damit sei das Bauwerk aus dem 9. Jahrhundert, eine der grössten Attraktionen des Landes und Kandidat für die UNESCO-Welterbeliste, das ganze Jahr über für Touristen zu erreichen, hiess es.

Die Seilbahn kostete umgerechnet 43 Millionen Franken. Mehr als die Hälfte der Summe finanzierte der in Armenien geborene russische Geschäftsmann Ruben Wardanjan. Die bis anhin längste Seilbahn ist eine 4,5 Kilometer lange Verbindung im US-Bundesstaat New Mexiko.