Stilwechsel

Kylie Minogue macht mit «Golden» auf Country

Neues Album, neues Genre, neuer Look: Die australische Sängerin Kylie Minogue hat die Countrymusik für sich entdeckt. (Archivbild)

Neues Album, neues Genre, neuer Look: Die australische Sängerin Kylie Minogue hat die Countrymusik für sich entdeckt. (Archivbild)

Als Kylie Minogue vor zwei Wochen im Berliner Techno-Verlies Berghain ihre neuen Songs vorstellte, griff sie sich einen Cowboyhut aus dem Publikum - und zwar mit Vorsatz. Ihr Album «Golden», das am Freitag erscheint, setzt auf Honkytonk, Jeans-Combo und Lederboots.

Das hat die wenigen Hundert Fans in den heiligen Hallen des Electro-Hardcore aber nicht gestört. In ihren Augen kann Kylie machen, was immer sie will. Für sie bleibt die Australierin wohl eine Popikone, wie auch immer der Sound ist, mit dem sie sich wenige Wochen vor ihrem 50. Geburtstag (am 28. Mai) neu definiert.

Country ist ein musikalisches Phänomen, das sich in den vergangenen Jahren vermehrt grosser Beliebtheit erfreut - auch bei Künstlern, die bisher nur wenig damit zu tun hatten. In einer sich immer weiter zerfleddernden Popwelt steht die Musik mit seinem geografischen Fixpunkt im ländlichen Amerika und konstanter Fanbasis als Erfolgsgarant. Kylie ist nicht die erste, die das erkennt.

Die Neuorientierung geht aber noch tiefer. Das Beziehungsende zu ihrem 19 Jahre jüngeren Verlobten Joshua Sasse vor rund einem Jahr ist Teil der neuen Geschichte. "Als ich 2017 mit den Arbeiten an dem Album begann, war es nicht nur eine Fluchtmöglichkeit, sondern auch eine Art Erlösung", lässt sie über ihre Motivation verbreiten. "Ich hatte eine harte Phase hinter mir und war sehr zerbrechlich."

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1