Die Schweizer Sektenführerin starb fünf Tage nach ihrem 90. Geburtstag. «Uriella ist am Sonntagnachmittag gegen 16 Uhr verstorben», zitiert der «Südkurier» einen Aussteiger, dessen Eltern noch immer in der «Fiat Lux»-Sekte sind.

Helmut Kaiser, der Bürgermeister von Ibach, bestätigt in der Zeitung: «Icordo hat uns gestern mitgeteilt, dass Uriella verstorben ist.» In der kleinen Schwarzwald-Gemeinde hatte sich die «Fiat Lux»-Sekte niedergelassen.

Sektenexperte Hugo Stamm beschreibt ihre Ideologie wie folgt: «Ihre fundamentalistische christliche Heilslehre reicherte sie mit kruden esoterischen Versatzstücken, Verschwörungstheorien, Ufos, apokalyptischen Horrorszenarien und alternativen Heilmethoden an.»

In den 1990er-Jahren besuchte die exzentrische Schweizerin fast im Wochenrhythmus Fernsehstationen in Deutschland, der Schweiz und Österreich mit ihren skurrilen Auftritten. Tief ins kollektive Gedächtnis eingebrannt bleiben ihre Auftritte bei «Ventil» sowie ihr Ehemann als hüpfender Mr.Tomato bei Viktor Giacobbo.

Danach zog sie sich aus der Öffentlichkeit ins Sektenleben zurück. Lebenszeichen gab es seit Jahren nicht mehr – bis sie am Mittwoch zu ihrem 90. Geburtstag dem «Blick» eine Karte schrieb.

(chm/watson)

Legendär: Uriella in der Sendung Ventil, 13.03.1996

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