Im Kurhaus, das 1906 eröffnet wurde, habe ein einzigartiger Reichtum an historischer Originalsubstanz die Zeiten überdauert, teilte die Schweizer Landesgruppe des Internationalen Rats für Denkmalpflege (ICOMOS) am Donnerstag mit.

Als Glücksfall erwies sich laut Jury der geringe wirtschaftliche Erfolg des Hotels. Fehlendes Geld liess keine grösseren Arbeiten zur Instandhaltung zu. Von der Originalsubstanz wurde darum nur wenig zerstört, sodass ab 2002 ein Grossteil der Räume in den ursprünglichen Zustand zurückgeführt werden konnte. Federführend war eine Trägerschaft aus langjährigen Stammgästen.

Die Auszeichnung "Historisches Hotel" wurde von ICOMOS zum 16. Mal verliehen, in Zusammenarbeit mit GastroSuisse, Hotelleriesuisse und Schweiz Tourismus. Sie soll bei Eigentümern und Geschäftsführern von Hotels und Restaurants den Willen zur Erhaltung der historischen Bausubstanz ihrer Betriebe fördern.

Weitere Auszeichnungen gingen an das "Restaurant zum Goldenen Schäfli" in St. Gallen für den Erhalt der mittelalterlichen Liegenschaft und an das "Berggasthaus Aescher-Wildkirchli" in Weissbad (AI) für die Pflege "eines Stücks früher Tourismusgeschichte an einem aussergewöhnlichen Ort".