Persona non grata

Kulturbüro in Peking empfiehlt Bieber, erwachsen zu werden

Justin Bieber hat sich mit einem politischen Faux-pas in China unmöglich gemacht. Deshalb hat er vorerst Auftrittsverbot. (Archivbild)

Justin Bieber hat sich mit einem politischen Faux-pas in China unmöglich gemacht. Deshalb hat er vorerst Auftrittsverbot. (Archivbild)

Justin Bieber ist wegen «schlechten Verhaltens» in China nicht mehr willkommen. «Wir hoffen, Justin Bieber kann seine Worte und Taten durch das Erwachsenwerden verbessern und zu einem Sänger werden, der wirklich gemocht wird», teilte das Kulturbüro in Peking mit.

Der 23-Jährige war 2014 für den Besuch des Yasukuni-Schreins in Tokio in China scharf kritisiert worden. In dem 145 Jahre alten Schrein werden gemeinsam mit den 2,5 Millionen japanischen Kriegstoten auch 14 verurteilte Kriegsverbrecher geehrt. China und Korea waren im Zweiten Weltkrieg von Japan besetzt.

Der Kanadier hatte sich kurz nach seinem Besuch dort entschuldigt: "Ich war der irrigen Annahme, Schreine wären allesamt reine Gebetsstätten." Er sagte damals weiter: "Ich liebe Dich, China, und ich liebe Dich, Japan."

Bieber war zuletzt 2013 in China aufgetreten. Chinesische Fans hatten jetzt auf der Website des Kulturbüros in Peking gefragt, wann Bieber das nächste Mal in ihrem Land auftreten werde. Daraufhin schrieb die Behörde in einem Statement, es sei "unangebracht, schlechtes Verhalten in die darstellenden Künste zu übertragen". Den Besuch des Schreins nannte die Behörde nicht.

Verschiedenen westliche Künstler wurden in der Vergangenheit Auftritte in China infolge politischer Gesten verboten. Die britische Band Maroon 5 durfte 2015 nicht in Shanghai auftreten, weil ein Bandmitglied den Dalai Lama getroffen hatte.

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