Anteilnahme
Küblböck-Drama: DSDS-Star Alexander Klaws erklärt, wieso er den Abschiedsbrief nicht mit unterschrieb

Alexander Klaws ist der Mann, der bei der ersten Folge von "Deutschland sucht den Superstar" 2003 gewann – und auch Daniel Küblböck hinter sich liess. Ehemalige DSDS-Kollegen nahmen in einem offenen Brief Abschied von Küblböck, Klaws nicht. Jetzt erklärt er, warum.

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Alexander Klaws und Daniel Küblböck
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Alexander Klaws gewann die Castingshow damals im Jahr 2003 als 20-Jähriger.
Daniel Küblböck war erst 17 Jahre alt – er wurde Dritter.
Musikproduzent Dieter Bohlen galt als Förderer von Sänger Daniel Küblböck.
Alexander Klaws (rechts) ist heute als Musicaldarsteller, Sänger Schauspieler und Moderator tätig. Mit ihm im Bild Andrea Sánchez del Solar.

Alexander Klaws und Daniel Küblböck

Keystone/dpa/Jörg Carstensen/Henning Kaiser

Die ehemaligen Kollegen der ersten Ausgabe der Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" von 2002/03 haben in einem offenen Brief Abschied genommen von Daniel Küblböck. Ein prominenter Name fehlte unter den Unterschriften: Alexander Klaws, der Sieger von damals. Daniel Küblböck schied als Drittplatzierter aus.

Nun erklärt Klaws, warum er sich erst gegen die Teilnahme am offenen Brief entschieden habe.

Zuerst schreibt er, wieso er den öffentlichen Brief nicht auch unterschrieben hat – und wendet sich «an die Hirnlose Facebook-Möchtegern Polizei da draussen...». Dass er das tolle, sehr bewegende Schreiben nicht mitunterzeichnet habe, bedeute nicht, dass er anderer Meinung sei. Und weiter:

«Es hat sich einfach heuchlerisch angefühlt, Teil einer Sammel-Nachricht zu sein über jemanden, mit dem man seit 14/15 Jahren keinerlei Kontakt hatte. DAS!!! hat aber ebenfalls etwas mit Respekt dem Betroffenen gegenüber zu tun!»

Und es gebe heutzutage noch die Möglichkeit, auch ohne Facebook am Schicksal eines Menschen teilzunehmen.

Dann wird er deutlich in Richtung Hater:

«Als Arschloch etc. betitelt zu werden, nur weil für euch Clowns die Welt ohne Facebook nicht existiert, ist schlichtweg abartig! Setzt euch lieber mal mit dem Thema "Mobbing" auseinander, oder unterstützt Menschen dabei, die sich im eigenen Körper gefangen und durch die eigene Umwelt unterdrückt fühlen, nur weil sie eben einfach anders sind als andere.» «IHR seit ein grosser Teil des Problems in unserer Gesellschaft, dass Leuten wie euch eine Plattform gegeben wird, andere mit euren eierlosen Kommentaren und Beschimpfungen zu belästigen - wenn diese aber vor euch stehen würden, ihr keinen feuchten Furz rauskriegen würdet!» «TUT lieber etwas FÜR diese Gesellschaft, als mit Schimpfwörtern um euch zu schmeissen, nur weil sich ein Mensch auf SEINE und NICHT EURE Art von jemandem verabschiedet!»

Daniel Küblböck
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Eine Suchaktion nach Daniel Küblböck blieb ohne Erfolg.
Daniel Kaiser-Küblböck, wie er sich seit mehreren Jahren nennt, absolvierte zuletzt eine Schauspielausbildung am Europäischen Theaterinstitut in Berlin und war als Sänger tätig.
Küblböck war zuvor längere Zeit von der öffentlichen Bildfläche verschwunden.
Bekannt wurde er einer breiten Öffentlichkeit ...
... 2002/2003 als DSDS-Kandidat ("Deutschland sucht den Superstar"). Es war die Premiere der Castingshow.
Daniel Köblböck galt wegen seiner schrillen Art als Paradiesvogel.
Daniel Küblböck war damals erst 17 Jahre alt.
Dezember 2002: Küblböck beim Start der Casting-Show "Deutschland sucht den Superstar".
Daniel Küblbück während DSDS im Februar 2003.
7. Mai 2003: Musikproduzent Dieter Bohlen und "Deutschland sucht den Superstar"-Sänger Daniel Küblböck vor dem Finale, an dem 10 Personen teilnahmen.
Poplegende Dieter Bohlen gilt als Kopf von "Deutschland sucht den Superstar" und damals als Förderer von Küblböck.
Küblböck schied auf Platz 3 aus - unter Tränen. Er wird vom Moderatoren-Duo Carsten Sprengemann und Michelle Hunziker getröstet.
2004 nimmt Küblböck im Dschungelcamp von RTL teil, die unter dem Titel "Ich bin ein Star, holt mir hier raus" im Fernsehen läuft. Hier besteht er eine Prüfung mit Tausenden Kakerlaken.
Die damaligen Teilnehmer vor ihrem Abflug von Frankfurt nach Australien - in der Mitte Daniel Küblböck. Vorne von links: Moderatorin Caroline Beil, Ex-"Tagesschau"-Sprecherin Susan Stahnke, TV-Astrologin Antonia Langsdorf, Schauspielerin Mariella Ahrens, Schauspieler Dustin Semmelrogge. – Hinten von links: Lisa Fitz, Sänger Costa Cordalis, "Superstar" Daniel Küblböck und Sänger Werner Böhm.
Angeklagt: Daniel Küblböck im Juni 2004 in einem Gerichtssaal im Amtsgericht im niederbayerischen Eggenfelden, umringt von Journalisten.
Er hatte im Februar 2004 einen Verkehrsunfall verursacht, bei dem er schwer verletzt wurde. Wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und Körperverletzung wurde er angeklagt und zu einer Busse von 25'000 Euro und acht Stunden gemeinnütziger Arbeit verurteilt.
August 2004: Daniel Küblböck vor der Präsentation des Spielfilms "Daniel der Zauberer". Dieser wurde allerdings ein Flop.
Zu DSDS-Zeiten galt Küblböck als Teenie-Star – später vollführte einen Imagewandel und änderte sein Äusseres. Dieses Bild stammt von 2010.
2011 wurde er in Form von der 70-jährigen Immobilien-Millionärin Kerstin Elisabeth Kaiser adoptiert und änderte seinen Nachnamen auf Kaiser-Küblböck. (Bild von 2015)
2015 nahm der Sänger Daniel Küblböck bei der achten Staffel der RTL-Tanzshow «Let's Dance» teil. Es war sein letzter grosser Auftritt in der Öffentlichkeit.
Hier im Bild mit Tanzpartnerin Otile Mabuse, einer südafrikanischen Profitänzerin, beim Training.
Daniel Küblböck und Otlile Mabuse schafften es bei "Let's Dance" in die Top 6.
Dann schieden sie aus.
In seinen wohl letzten Tagen veröffentlicht er auf einem neuen Instagram-Accont mehrere Bilder von sich in Frauenkleidern.
Er machte sie in seiner Kabine auf dem Kreuzfahrtschiff Aidaluna. Während der Kreuzfahrt, die in Hamburg mit Ziel New York begann, wollte er Lana genannt werden.
Das Account heisst "rosa_luxemburg" – wohl in Anlehnung an die Figur Rosa, die er im Abschlussstück "Unschuld" in der Theaterschule spielte. Dazu schreibt er als Infotext: "Künstlerin / Schauspielerin / Transsexuell".
Rosa wählt im Stück den Suizid, inden sie ins Meer geht und ertrinkt.
Dies war das letzte Selfie aus der Kreuzfahrtschiff-Kabine, dass er auf dem Instagram-Account postete.

Daniel Küblböck

key/zvg

Schliesslich findet Alexander Klaws auch noch einige Worte zu Daniel Küblböck.

«Ich möchte von daher hier auch nur soviel dazu sagen, dass ich natürlich geschockt bin und es mir unglaublich leid tut, für welchen Weg sich Daniel entschieden hat. Niemand kann sich vorstellen, was einen Menschen zu so einem Handeln treibt.
Ich hoffe einfach nur, dass egal wo du auch sein magst mein Kleiner, du nun in Ruhe deinen Weg gehen kannst!»

Lesen Sie hier den kompletten Post:

(pz)