Telefonstreich

König Juan Carlos fällt auf Scherz eines Radiosenders herein

Der spanische König Juan Carlos nahm den Telefonstreich mit Humor (Archiv)

Der spanische König Juan Carlos nahm den Telefonstreich mit Humor (Archiv)

Spaniens König Juan Carlos ist auf des Scherz eines Hörfunksenders hereingefallen. Einem Redakteur gelang es, ihn an seinem 73. Geburtstag persönlich ans Telefon zu bekommen, hiess es am Freitag in Medienberichten.

Der Sender hatte am Mittwoch im Zarzuela-Palast angerufen und im Namen des "Sekretärs von Herrn Mas" gebeten, dem Monarchen zu gratulieren.

Als er verbunden wurde, glaubte Juan Carlos, am anderen Ende der Leitung wäre Artur Mas, der frisch gewählte Regierungschef der Region Katalonien. In Wirklichkeit sprach er aber mit einem Mitarbeiter der Humor-Sendung "Tot és molt confús" (Alles ist sehr konfus), die beim Sender Catalunya Ràdio von dem namensverwandten Moderator Pere Mas geleitet wird.

Nachdem der König den Redakteur mit den Worten "Hallo, Herr Ministerpräsident" gegrüsst hatte, offenbarte dieser sich jedoch. Der Staatschef nahm es mit Humor und liess sich sogar ein paar Fragen stellen. Er habe schöne Weihnachten verbracht und wünsche sich, dass dieses Jahr besser werde als das vorige, sagte er. "Vielen Dank für den Anruf, ich freue mich, euch zu hören", ergänzte Juan Carlos, der den Hörern "eine grosse Umarmung" mit auf den Weg gab.

Auf die Bitte, er solle doch den Namen des Programms, "Alles ist so konfus", aufsagen, liess sich der Monarch aber nicht ein. Der Sender entschloss sich nach Rücksprache mit dem Palast zwar letztendlich, den Beitrag nicht zu bringen, er landete jedoch im Internet bei YouTube. Das Königshaus sei sehr erbost, berichtete die Zeitung "El Periódico de Catalunya" in ihrer Onlineausgabe. Der Monarch gibt grundsätzlich keine Interviews.

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