Film
Keine leidet schöner: Marion ohne Beine

Marion Cotillard ist begehrte Oscar-Preisträgerin und die wohl schönste der jungen französischen Schauspielerinnen. In ihrem neuen Film, einem Liebesdrama mit dem Titel «De rouille et d'os», spielt sie eine Frau ohne Unterschenkel.

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Stéphanie, Marion Cotillards alter Ego, ist jung und sehr attraktiv. Sie arbeitet mit Orkas in einem Marineland-Themenpark an der Côte d'Azur. Durch einen Unfall bei der Arbeit verliert sie beide Unterschenkel.

Sie, die ihren Körper stets als Selbstverständlichkeit erlebt und die Blicke der anderen darauf genossen hat, wird nun von ihm im Stich gelassen. Fast nichts kann sie alleine mehr verrichten, selbst für den Gang zur Toilette benötigt sie Hilfe.

Eine flüchtige Bekanntschaft aus einer Bar. Ali, der sie, die Prinzessin der Orkas, eines Nachts nach Hause begleitet und seine Nummer hinterliess, ist es, den die verletzte Stéphanie eines Nachts anruft.

Ali hat keinen vernünftigen Job und keine vernünftige Beziehung zu seinem Sohn. Er fragt sie, ob sie mit ihm schwimmen gehen will. Ali ist ein ehemaliger Boxer mit krimineller Vergangenheit, der im Süden strandet und dort Marion kennenlernt. Er trägt Stéphanie auf seinem Rücken, als sie ins Meer gehen.

So beginnt die Liebesgeschichte, eine Liebe, die alle Schwierigkeiten überwindet. Immer wieder sehen wir die Narben, die Beinstümpfe von Stéphanie oder die Muskeln des belgischen Hauptdarsteller Mathias Schonaerts, dessen Boxkämpfe in Rückblenden zu blutigen Szenen verschwimmen.

Ein Melodrama, das unter die Haut geht - und mit Cotillard als bestürzende Hauptdarstellerin mehr als einmal Gänsehaut verursacht. (cls)