Nachruf
Karl Lagerfeld – Abschied von einem Exzentriker

Er war bereits zu Lebzeiten eine Legende. Nun ist er tot – die Zukunft von Chanel hängt in den Seilen.

Rahel Koerfgen
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Karl Lagerfeld ist am frühen Dienstagmorgen 85-jährig in Paris verstorben.

Karl Lagerfeld ist am frühen Dienstagmorgen 85-jährig in Paris verstorben.

Illustration: Silvan Wegmann

Der Tod kam nicht auf leisen Sohlen. Vielmehr lautstark, auf hohen Hacken. Bereits im Januar musste sich die Modewelt eingestehen: Der Meister, er wird den Stift bald ablegen, für immer. Denn Karl Lagerfeld, Kreativdirektor von Chanel, blieb seiner Haute-Couture-Schau in Paris fern.

Trat nicht zum Finale auf den Laufsteg, um den Applaus entgegenzunehmen. Und wer Lagerfeld auch nur ein bisschen kannte, wusste: Das kann nur Schlimmes bedeuten.

Karl Lagerfeld
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Der Deutsche ist am Montagabend notfallmässig ins Hôpital américain de Paris eingeliefert worden. Die Todesursache ist noch unklar.
Lagerfeld 1995 mit viel Modelprominenz um sich: Cindy Crawford, Linda Evangelista und Claudia Schiffer (von links).
Lagerfeld war seit 1983 Chefdesigner von Chanel.
Er galt über Jahrzehnte als eine der einflussreichsten Personen der Modewelt.
Sein Markenzeichen war sein schwarzer Anzug, Sonnenbrille und die grauen, zum Rossschwanz zurück gebundenen Haare.
Lagerfeld 1997 mit Prinzessin Diana und Pop-Star Elton John.
Hier posiert Lagerfeld 1982 noch ohne Brille.
Hier dafür mit Bart: Lagerfeld 1973 in Krefeld.
Lagefeld 1996 mit Claudia Schiffer und Naomi Campell.

Karl Lagerfeld

Keystone/AP/CHRISTOPHE ENA

Keine einzige Schau hatte der Deutsche verpasst, seit er im Modehaus die Fäden zog. Seit 35 Jahren. Die Mode, sie war sein Leben. Er sah das, was er tat – er verantwortete alle Haute-Couture-, Prêt-à-Porter- und Accessoires-Kollektionen des Unternehmens – nicht als Arbeit: «Am Fliessband stehen, das ist Arbeit! Was ich mache, ist Freizeitgestaltung mit beruflichem Hintergrund.»

Am Dienstag, kurz vor Mittag spekulierten die ersten französischen Medien noch darüber, am Nachmittag dann die Bestätigung aus dem Hause Chanel: Karl Lagerfeld ist am frühen Morgen in einem Pariser Spital gestorben. Die Todesursache ist noch unklar, vermutlich aber starb der Modezar an Krebs. Er wurde 85 Jahre alt.

Es begann mit einem Wollmantel

Mit Lagerfeld hat der letzte «Grosse» aus der alten Garde der Stardesigner das Zeitliche gesegnet. Seit 2008 galt er als Alleinherrscher der Modewelt; in jenem Jahr starb Konkurrent Yves Saint Laurent.

Der exzentrische Deutsche und der scheue Franzose mochten sich nie, respektierten sich aber. Wenn auch nur verhalten. Überhaupt konnte es Lagerfeld nur mit den wenigsten Berufskollegen. Zu Wolfgang Joop liess er sich einst zu folgender Bemerkung hinreissen: «Er sieht aus wie eine alte Geisha. Er kann alles gut imitieren, aber er hat keinen eigenen Stil.»

Nicht nur für seine Entwürfe, auch für seine kontroversen Sprüche war der Deutsche bekannt. Einer der berühmtesten: «Wer eine Jogginghose trägt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.» Entsprechend übertrumpften sich die Kommentatoren in den sozialen Medien gestern mit einer Abwandlung dieser Aussage, etwa auf Twitter: «Wer tot ist, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.» Und der deutsche Satiriker Jan Böhmermann ätzte: «Ab heute ist jeder Tag Weltjoggingtag.»

Mit Freizeitbekleidung hatte Lagerfeld tatsächlich nie etwas am Hut. Jahrzehntelang trat er im selben Tenue auf: Er inszenierte sich stets mit schwarzem Anzug, dunkler Sonnenbrille, weissem gepudertem (sic!) Zopf, Vatermörderkragen und riesigen Fingerringen.

Seine Karriere begann jedoch mit einem Wollmantel: 1955 gewann der damals 20-Jährige den Preis des Internationalen Wollsekretariats. Pierre Balmain, der den Mantel produzierte, stellte Lagerfeld daraufhin ein. Es folgten Engagements für Valentino, Krizia sowie Fendi und 20 Jahre als künstlerischer Leiter bei Chloé sowie viele Kreationen unter seinem eigenen Namen, ehe er endlich das Mutterschiff enterte: Chanel.

Was Warhol für die Kunst, war Karl Lagerfeld für die Mode; man kann ihn nicht ersetzen.

(Quelle: Claudia Schiffer, ehemaliges Supermodel, über ihren Entdecker)

1983 ernannte ihn das damals ziemlich angestaubte französische Modehaus zum Kreativdirektor, und hier blieb er bis gestern, bis zu seinem Tode. Verhalf der Marke zu neuem, modernen Glanz mit einem Twist. Chanel war Lagerfeld, und Lagerfeld war Chanel. Wie kann das ohne den Deutschen nur weitergehen? An der Fashionweek in Paris, die in fünf Tagen beginnt, wird seine Nachfolge das Tuschelthema Nummer eins sein.

Keine Jogginghosen im Himmel

Es wird etwas vom Schwierigsten sein, Lagerfeld zu ersetzen. Geht es nach Claudia Schiffer – seine wohl grösste Muse –, ist dies sogar unmöglich: «Was Warhol für die Kunst, war er für die Mode; man kann ihn nicht ersetzen», schrieb das ehemalige Supermodel gestern auf Instagram, um seine Trauer zu bekunden. Unter ein Bild, das sie und ihren Entdecker, den Modezar, in den 1990er-Jahren zeigt. Arm in Arm, und sie im süssen Engelskleid.

Karl kann das alles egal sein jetzt. Er ist zur Ruhe gekommen; etwas, das er, das Arbeitstier, zu Lebzeiten nicht kannte. Bleibt zu hoffen, dass die Engel und deren Chef im Himmel adrett gekleidet sind. Jogginghosen sind da oben ab sofort tabu.

Begegnung mit dem Modezar: «Immer nach vorne schauen»

Als ich ihn Mitte der 1990er-Jahre das erste Mal traf, war er noch Kaiser Karl. Ein übergewichtiger Herr, der ständig mit einem Fächer wedelte und die Journalisten nach der Chanel-Show einzeln in einem kleinen Hinterzimmer empfing. Lagerfeld hat mich sofort ernst genommen, mir sogar sein Ohr zugeneigt, um keine Silbe meiner Frage zu verpassen, die er blitzschnell, aber freundlich beantwortete.

Einige Jahre später während eines weiteren Interviews im Café Marly unter den Bögen des Louvre öffnete er das Reich seines Wesens einen Spalt breit. Jetzt war er ein neuer Mann, der Hedi Slimanes engen Anzügen zuliebe 40 Kilogramm abgespeckt hatte und eine vitalisierende Energie verströmte.

So tadellos wie seine blütenweissen Hemdkragen war Lagerfeld nicht. Während des Interviews fischte er die Eiswürfel mit den Fingern aus seiner Cola Light. Als wäre ich eine Gleichgesinnte, schloss er fast jeden Satz mit: «Nicht wahr?». Sich selbst als Marionette im Dienste einer Marke bezeichnend, schien er das Leben und den Modemarkt nicht ernst zu nehmen. «Das Leben ist das Leben. Die Suche nach dessen Sinn ist eine falsche Idee», meinte er lakonisch. Immer nach vorne schauen. Sich neue Ziele stecken. Nicht aber das Ziel an sich, sondern der Weg zum Ziel sei interessant. Er habe schon Hunderte von Leben hinter sich, nur wüssten das nicht alle, weil man nicht alles auf den Markt tragen könne.

Es gab den öffentlichen, weltbekannten Lagerfeld – und den diskreten Privatmann. Er, der Disziplinierte, fand seinesgleichen stinklangweilig und brauchte ausschweifende, junge Leute zum Ausgleich. Offene Leute, die im Leben etwas vorhätten. Der Mann mit dem wohl schnellsten Zungenschlag Europas, der zu Spitzenzeiten bis zu zehn Kollektionen pro Jahr entworfen hatte, bestellte eine weitere Cola und lehnte sich zurück, plauderte weiter über sich und die Welt.
Er hat sich immer solche Freiheiten genommen. Alle Freiheiten. Wie etwa, sich am Wochenende in seine eigenen vier Wände zurückzuziehen. Allein. Es tue ganz gut zu schweigen manchmal, hat er gemeint.

von Esther Haldimann, Paris

Verstorbene Prominente 2019:

22. Dezember: Wenige Wochen nach dem Tod von Köbi Kuhn trauert die Fussball-Schweiz um eine weitere Fussball-Legende: Fritz Künzli.
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22. Dezember: Fussball-Legende stirbt im Alter von 73 Jahren.
30. Dezember: Der deutsche Schauspieler Jan Fedder stirbt im Alter von 64 Jahren in Hamburg.
Fedder ist vor allem bekannt aus der ARD-Serie "Großstadtrevier", in der er einen Hamburger Polizisten spielte.
13. Dezember: Der deutsche Schauspieler Gerd Baltus stirbt im Alter von 87 Jahren in Hamburg. Er wirkte in zahlreichen Fernsehproduktionen mit, vor allem als Seriendarsteller war er gefragt.
9. Dezember: Marie Fredriksson, Sängerin der Band Roxette, starb an Krebs.
7. Dezember: Schauspieler Ron Leibman ist an einer Lungenentzündung 82-jährig gestorben.
26. November: Der frühere Nati-Trainer Köbi Kuhn ist nach langwieriger schwerer Krankheit 76-jährig gestorben.
11. Oktober: Der US-amerikanische Schauspieler Robert Forster ist an den Folgen eines Hirntumors gestorben.
02. Oktober: Der Schlagerstar Karel Gott erliegt seinem Krebsleiden. Er verstarb im Alter von 80 Jahren.
26. September: Der frühere französische Präsident Jacques Chirac ist tot. Er starb im Alter von 86 Jahren, wie sein Schwiegersohn Frédéric Salat-Baroux der Nachrichtenagentur AFP sagte. Chirac sei im Kreis seiner Angehörigen gestorben.
6. September: Der ehemalige Machthaber von Simbabwe, Robert Gabriel Mugabe, ist im Alter von 95 Jahren gestorben. Er amtete von 1987 bis 2017 als Präsident des afrikanischen Staats.
21. August: Die Schweizer Schauspielerin und Sängerin Ines Torelli ist in ihrer Wahlheimat Kanada im Alter von 88 Jahren gestorben. Als Schauspielerin war sie für ihre Rolle in "Die kleine Niederdorfoper" und als Sängerin für "Gigi vo Arosa" bekannt.
5. August: Die amerikanische Autorin Toni Morrison ist mit 88 Jahren gestorben. 1993 erhielt sie den Nobelpreis für Literatur.
22. Juli: Art Neville, Bandleader der Neville Brothers und The Meters, starb in New Orleans 81-jährig. Er war ein Wegbereiter des Funk.
22. Juli: Die Schriftstellerin und Trägerin des Büchnerpreises Brigitte Kronauer ist nach schwerer Krankheit am Montagvormittag gestorben.
Nacht vom 18. auf 19. Juli: Enrico Scacchia, in den Achtzigerjahren der schillerndste Schweizer Profiboxer, verstirbt nach Angaben seiner Familie in Bern nach langjähriger Krankheit im Alter von erst 56 Jahren. Der frühere Top-Boxer litt bereits seit eineinhalb Jahrzehnten an Leukämie und Lymphdrüsenkrebs.
9. Juli: Ross Perot, einstiger Präsidentschaftskandidat in den USA, ist 89-jährig gestorben.
2. Juli: Trauer um Costa Cordalis. Der Schlagerstar verstarb im Alter von 75 Jahren. Berühmt wurde der Deutsche mit griechischen Wurzeln mit seinem Schlagerhit «Anita» im Jahre 1976.
27. Juni: In Europa war er vor allem als Vater Willie Tanner in der US-Serie «Alf» bekannt - im Alter von 75 Jahren ist der US-Schauspieler Max Wright verstorben.
17. Juni: Ägyptens früherer Präsident Mohammed Mursi brach im Alter von 67 Jahren bei einer Gerichtsanhörung zusammen und verstarb später im Spital. Als erster frei gewählter Präsident Ägyptens kam er 2012 an die Macht. Nach Massenprotesten stürzte ihn das Militär im Juli 2013. Seitdem sass er im Gefängnis. Mursi gehörte den islamistischen Muslimbrüdern an, die heute in Ägypten verboten sind.
6. Juni: Blues-Musiker Dr. John starb mit 77 Jahren an einem Herzinfarkt.
20. Mai: Der dreifache Formel-1-Weltmeister Niki Lauda ist im Alter von 70 Jahren in Zürich verstorben. Der Österreicher war Sport-Legende, Unternehmer und Sturkopf.
Zur Formel-1-Legende wurde Lauda mit diesem Unfall am Nürburgring am 1. August 1976 (...)
(...) Lauda wurde durch Verbrennung entstellt und lag vier Tage im Koma. Am GP von Italien – 42 Tage nach seinem Horror-Unfall – feierte er sein Comeback. Das Bild zeigt ihn an der Pressekonferenz an jenem GP.
19. Mai: Der frühere Churer Bischof Amédée Grab ist verstorben. Grab verschied im Alter von 89 Jahren in Roveredo im südbündnerischen Misox. Er war im Februar 2007 nach achteinhalb Jahren als Oberhirte der Diözese Chur altershalber aus dem Bischofsamt ausgeschieden.
13. Mai: Hollywood-Legende Doris Day verstirbt im Alter von 97 Jahren. Die Sängerin und Schauspielerin wurde in den 50er-Jahren berühmt.
Doris Day war in den 60er-Jahren der grösste Film- und Musikstar in Hollywood. Unvergesslich bleibt, wie sie im Hitchcock-Klassiker «Der Mann, der zu viel wusste» (1956) das Lied «Que Sera Sera» sang.
21. April 2019: Die deutsche Schauspielerin Hannelore Elsner stirbt im Alter von 76 Jahren. Die Charakterdarstellerin galt als eine der grossen Diven des deutschen Nachkriegsfilms. Sie wirkte in mehr als 200 Fernseh- und Kinofilmen mit.
Im Fernsehen war Elsner in der ARD-Serie «Die Kommissarin» (1994-2006) sehr erfolgreich. Zu ihren Erfolgen im Kino gehörte «Die Unberührbare» (2000).
25. April: Michael Wolf: Der preisgekrönte deutsche Fotograf Michael Wolf ist 64-jährig verstorben. Der in München geborene und in den USA und Kanada aufgewachsene Wolf ist bekannt für seine Bilder der grössten Metropolen der Welt, insbesondere Hongkong, wo er seit 1994 lebte.
20. April: Karl Grob, einer der grossen Schweizer Goalies der Siebzigerjahre, starb mit 72 Jahren nach einem Organversagen im Triemlispital Zürich.
Karl Grob spielte von 1967 bis 1987 für den FC Zürich. Mit 513 Spielen ist Grob der Rekordspieler in der Geschichte des FCZ. Er gewann mit dem FCZ fünfmal den Meistertitel und feierte vier Cupsiege.
2. April: Franz Weber: Der Natur-, Tier-, Landschafts- und Kulturgutschützer Franz Weber starb im Alter von 91 Jahren. Weber gilt als Vater der Zweitwohnungsinitiative.
31. März: Nipsey Hussle: Der Grammy-nominierte US-Rapper Nipsey Hussle (33) ist in Los Angeles erschossen worden. Der Rapper war lange Zeit wenig bekannt. Hip-Hop-Mogul Jay-Z kaufte ihm dann 100 seiner Mixtapes für jeweils 100 Dollar ab. Hussles erstes Album «Victory Lap» war im Februar für einen Grammy als bestes Rap-Album nominiert.
30. März, Tania Mallet: Sie spielte im James-Bond-Film "Goldfinger" die Geliebte des Geheimagenten. Sie starb im Alter von 77 Jahren. Sie war eines der angesagtesten Modells der frühen 1960er-Jahre.
Tania Mallet in "Goldfinger". Es war ihre einzige Filmrolle.
18. März 2019: Mit Marcel Meili (rechts) verliert die Schweizer Architekturszene einen ihrer prägendsten Vertreter. Laut der Zeitschrift "Hochparterre" erlag der 1953 in Küsnacht im Kanton Zürich geborene Architekt einem Krebsleiden.
7. März 2019: Hal Blaine, legendärer Schlagzeuger bei Dutzenden Hits von Frank Sinatra, Elvis Presley, den Beach Boys und vielen anderen ist bereits am Donnerstag im Alter von 90 Jahren gestorben.
4. März: Keith Flint: Der Frontmann und Sänger der englischen Band «The Prodigy» schied freiwillig aus dem Leben. Er verstarb im Alter von 49 Jahren. Als Sänger der Elektro-Rockgruppe wurde der exaltierte Flint in den 1990er-Jahren weltbekannt. Flint war neben seiner exzentrischen Erscheinung auch für seinen ausschweifenden Lebensstil bekannt.
Luke, Perry, 4. März: Der US-Schauspieler Luke Perry wurde bekannt durch die TV-Serie "Beverly Hills, 90210". Am 4. März verstarb er in einem Spital in Kalifornien an den Folgen eines Schlaganfalls verstorben. Der zweifache Vater wurde 52 Jahre alt. Zuletzt spielte Perry in der Serie "Riverdale" mit, die auf Netflix läuft.
Dieter Behring, 4. März 2019: Der wegen Betrugs verurteilte Finanzjongleur Dieter Behring ist nach schwerer Krankheit im Alter von 63 Jahren gestorben. Der Basler Financier sollte eine mehrjährige Freiheitsstrafe verbüssen.
André Previn, 27. Februar 2019: Der deutsch-amerikanische Pianist, Komponist und Dirigent André Previn ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Der Ausnahmemusiker starb in seinem Zuhause im New Yorker Stadtteil Manhattan.
Monica Gubser, 27. Februar 2019: Monica Gubser hat im reiferen Alter als Schauspielerin Berühmtheit erlangt ( «Die Herbstzeitlosen», «Die letzte Pointe», «Lüthi & Blanc»). Nun ist sie 88-jährig überraschend gestorben.
Mark Hollis, 25. Feburar 2019: Mit seiner 80er-Jahre-Band Talk Talk war Mark Hollis auf dem Weg zum Weltstar. Dann schwenkte er um zu einer für viele Fans rätselhaften Musik jenseits von Pop und Rock. Gut 20 Jahre nach seinem Verstummen ist Hollis mit 64 gestorben - hoch verehrt als Avantgardist.
Uriella, 24. Februar 2019: Erika Hedwig Bertschinger-Eicke, bekannt als Fiat-Lux-Sektenführerin Uriella, ist fünf Tage nach ihrem 90. Geburtstag in Ibach im Schwarzwald, wo sie die letzten zehn Jahre zurückgezogen lebte, gestorben.
Karl Lagerfeld, 19. Februar 2019: Der deutsche Modeschöpfer Karl Lagerfeld ist mit 85 Jahren gestorben.
Schwarze Sonnenbrille, weisser Mozartzopf, steifer Vatermörderkragen und Ringe an jedem Finger: So kannte Lagerfeld die ganze Welt. Seinen fast schon maskenhaften Stil hat er zu seinem Markenzeichen gemacht.
Legendär waren Lagerfelds Aussprüche. Über seine Haut sagte er: "Ich gehe nicht mehr in die Sonne. Schon seit Ewigkeiten nicht mehr. Ich will nicht aussehen wie eine alte Schildkröte."
Bruno Ganz, 16. Februar: Der Schweizer Schauspieler Bruno Ganz ist im Alter von 77 Jahren gestorben. Er erlag einem Krebsleiden.
Bruno Ganz galt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Schauspieler der Gegenwart. Er verstarb in seinem Zuhause in Zürich.
Bruno Ganz als Adolf Hitler im Film "Der Untergang". Für diese Interpretation erhielt er zahlreiche Lorbeeren.
Er spielte auch diese Rolle grossartig: Bruno Ganz in «Heidi» als Alpöhi mit Heidi und dem Geissenpete.
Tomi Ungerer, 9. Februar: Der französische Zeichner und Karikaturist Tomi Ungerer ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Der vor allem für seine Kinderbücher bekannte Elsässer starb in Irland im Haus seiner Tochter.
Albert Finney, 8. Februar: Der mehrfach für einen Oscar nominierte Schauspieler Albert Finney ("Erin Brockovich") ist nach kurzer Krankheit gestorben. Der Brite wurde 82-jährig.
Rolf Ammann, 7. Februar: Der Aargauer «Schuhkönig» Rolf Ammann aus Oberentfelden verstarb in den Bündner Bergen. Sein Unternehmen Ammann & Co. machte sich unter seiner Ägide einen Namen mit Kampfstiefeln für die Armee und Sicherheitsschuhen für Uniformierte. Ammann-Schuhe gibt es noch heute, einfach produziert in Italien.
Rosamunde Pilcher, 7. Februar: Die britische Bestsellerautorin Rosamunde Pilcher ("Die Muschelsucher") ist nach einem Schlaganfall gestorben. Sie wurde 94 Jahre alt.
Rudi Assauer, 6. Februar: Der langjährige Schalke-Manager Rudi Assauer ist im Alter von 74 Jahren gestorben. Der einst mächtige Manager der Königsblauen starb an Alzheimer.
Matti Nykänen, 3. Februar: Das Bild zeigt die Skispringen-Legende aus Finnland im Jahr 2012, von seinem turbulenten Leben gezeichnet.
Matti Nykänen gewinnt 1988 drei Mal Gold an den Olympischen Winterspielen.
Matti Nykänen im Februar 1984 als 20-Jähriger auf dem Weg zum Gewinn seiner ersten Olympia-Goldmedaille in Sarajevo.
James Ingram, 29. Januar: Er arbeitete mit Musikgrössen wie Ray Charles, Quincy Jones und Michael Jackson: US-Soulsänger, Songwriter und zweifache Grammy-Preisträger James Ingram ist tot. Schauspielerin und Sängerin Debbie Allen, eine langjährige Bekannte und Kollegin (im Bild), bestätigte Ingrams Tod am 29. Januar 2019. Ingram wurde 66 Jahre alt.
Legrand starb in der Nacht zum Samstag im Alter von 86 Jahren in Paris, wie sein Sprecher mitteilte.
Aniello Fontana, 20. Januar: Der FC Schaffhausen trauert um seinen Präsidenten. Der 71-Jährige hat den «schweren Kampf gegen seine Krankheit verloren und ist am Sonntagabend» verschieden, wie sein Verein mitteilte. Fontana kämpfte schon längere Zeit gegen eine schwere Tumorerkrankung. Wegen einer Thrombose wurde er ins Spital gebracht, wo er an einem Kreislaufversagen verstarb.
Pio Corradi, 1. Januar: Der Schweizer Kameramann Pio Corradi arbeitete mit zahlreichen renommierten Regisseuren zusammen und drehte mehr als 100 Spiel- und Dokumentarfilme. Corradi starb am Neujahrstag im Alter von 78 Jahren.

22. Dezember: Wenige Wochen nach dem Tod von Köbi Kuhn trauert die Fussball-Schweiz um eine weitere Fussball-Legende: Fritz Künzli.

KEYSTONE/AXA k_tk

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