"Meine Gebärmutter muss die Last der verantwortlichen Haushaltsführung dieses Bundesstaats tragen", kritisierte die kalifornische Parlamentsabgeordnete Cristina Garcia am Mittwoch über Twitter.

Garcia hatte den Gesetzentwurf eingebracht, der für Hygienewaren wie Tampons und Windeln einen ermässigten Steuersatz vorsah. In den USA findet die Idee wachsenden Rückhalt, Artikel für weibliche Hygiene niedriger zu besteuern - so wie das etwa bei Lebensmitteln oder Wasser der Fall ist. Die Bundesstaaten New York und Illinois haben dies bereits beschlossen.

Kaliforniens Gouverneur Brown legte am Dienstag aber ein Veto gegen einen entsprechenden Beschluss des kalifornischen Parlaments ein und begründete dies mit erwarteten Steuerausfällen in Höhe von 300 Millionen Dollar. Dies könne sich der Bundesstaat nicht leisten.

Die Unterstützerinnen der Initiative schlugen vor, stattdessen Süssigkeiten oder ungesunde Softdrinks höher zu besteuern. "Wenn man etwas besteuern muss und zwischen Süssigkeiten, Tampons und Windeln wählen kann - wofür sollte man sich wohl entscheiden?", sagte die Parlamentsabgeordnete Lorena Gonzales der "Los Angeles Times".