Atomwetter
Kachelmann ist zurück - in Sachen Wetter

Der Schweizer Wetterexperte Jörg Kachelmann meldet sich zurück: Via Twitter kritisiert er die meteorologischen Prognosen in Sachen Atom-Wetter in Japan.

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Keystone

Konkret geht es um die Analyse des Kollegen Dominik Jung von wetter.net. Kachelmann, der Gründer von Meteomedia, schreibt dazu: Die Vorhersagen seien «Germany's next Gaga-Vorher-sage», eine andere Prognose betitelt er laut «Bild-Zeitung» als «erbärmlich». Über eine weitere Jung-Analyse sagt er: «Fast schon 'ne Kunst, so selten richtig zu raten.»

Jörg Kachelmann kommentiert auch die Japan-Debatte, insbeondere die Atom-Wettervorhersage. Dabei mutmasst er: «In Japan werden die entscheidenden Daten zensiert». Der Meteorologe bezieht sich in seinen Twitter-Nachrichten laut «Welt.de» auf Daten des Nuclear Safety Technology Centers in Japan. Dort gibt es trotz der Explosionen und vermutlicher Kernschmelze in den Reaktoren des Kernkraftwerks Fukushima 1 keine Angaben zur Strahlenbelastung.

Dass die Strahlenwerte am gefährdeten Atomkraftwerk Fukushima noch «under survey» seien, bewertet Kachelmann so: «Under survey» heisst wohl in diesem Fall: Die Daten sind so, dass wir sie euch nicht zeigen, weil wir nichts mit Eurer Panik anfangen können.» Zur Ausbreitung möglicher Radioaktivität bis nach Tokio verweist Kachelmann auf die Website der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik in Wien. Sollten tatsächlich radioaktive Partikel ausgetreten sein, dann würden sie demnach zurzeit auf das Meer hinausgeweht werden. Die Analysten kommen bislang zur Meinung, dass weder Deutschland noch Österreich davon betroffen sein dürften.(cls)