Prozess
Kachelmann bis Weihnachten vor Gericht

Der Prozess gegen Wetterfrosch Jörg Kachelmann wegen versuchter Vergewaltigung wird mindestens bis Weihnachten dauern. Heute zog sein Verteidiger einen Gutachter aus dem Verkehr, der Kachelmann hätte entlasten sollen.

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Jörg Kachelmann

Jörg Kachelmann

Keystone

Die Frage, ob Wetterfrosch Jörg Kachelmann seine Ex-Geliebte vergewaltigt hat oder nicht, dürfte noch lange nicht beantwortet sein. Das Gericht in Mannheim heute heute neue Termine verkündet und zwar gleich deren neuen. Selbst kurz vor Weihnachten, nämlich am 21. Dezember, will das Gericht noch Tagen. Ob dann Schluss ist, ist fraglich. Wahrscheinlicher ist, dass der Prozess 2011 weitergehen wird.

Heute, am fünften Prozesstag, wartete die Verteidigung mit einer saftigen Überraschung auf. Sie zogen ihren Gutachter Tilmann Elliger zurück. Der Kölner Professor hatte im April eine Stellungnahme für die Verteidigung gemacht. Darin hat er die die Glaubwürdigkeit des Opfers stark angezweifelt und erklärt, die Motive der 37-Jährige seien einzig und allein Rache.

Inzwischen ist der Professor aber auch auf Partys von Kachelmann gesichtet worden, wodurch seine Unabhängigkeit stark gelitten hat. Mit dem Rückzieher will sich Kachelmanns Verteidigung weitere Vorwürfe, die an deren Glaubwürdigkeit nagen, ersparen. Der Staatsanwalt hatte bereits früher verlangt, Elliger nicht als Gutachter zuzulassen. (rsn)