Da der kanadische Pop-Sänger bei seiner Einreise nach Deutschland Ende März keine Papiere für sein Äffchen dabei hatte, war es am Münchner Flughafen vom Zoll beschlagnahmt worden.

Bis Freitag um Mitternacht hatte Bieber Zeit, sein Haustier aus einem Münchner Tierheim zu holen. Nun geht "Mally" rechtlich in den Besitz der Bundesrepublik Deutschland über.

Bevor das Äffchen in einen Zoo umzieht, muss es noch einige tierärztliche Untersuchungen über sich ergehen lassen, wie Joachim der "Süddeutschen Zeitung" sagte.

In welche Stadt das Tier jetzt kommt, will das Bundesamt für Naturschutz nicht sagen. Der Affe müsse vor Paparazzi geschützt werden, sagte Sprecher Franz Emde am Freitag.

Zoos, die den Affen aufnehmen wollen, gibt es laut Tierheim mehrere. Voraussetzung ist, dass dort andere Kapuzineraffen leben. Gesellschaft von Artgenossen brauche das junge Äffchen nämlich dringend, sagte Joachim der Zeitung.

Ob Justin Bieber eine normalerweise fällige Strafe von mehreren zehntausend Euro und Unterbringungskosten für "Mally" zahlen muss, ist noch unklar. Da es keine Vereinbarung mit den Behörden in den USA gebe, müsse eine Strafe nicht vollstreckt werden, erklärte das Naturschutz-Bundesamt.

Bei einem künftigen Auftritt Biebers in Deutschland könne das Amt den Bescheid aber persönlich übergeben. Dann wäre der Sänger unter Zugzwang und müsste zahlen.