Hartes Modelleben

Julia Saner erkennt sich im Spiegel manchmal kaum wieder

Im Oktober 2009 gewann Julia Saner den Modelwettbewerb Elite Model Look (Archiv)

Im Oktober 2009 gewann Julia Saner den Modelwettbewerb Elite Model Look (Archiv)

Julia Saner hat einen fulminanten Start ins Modelbusiness hingelegt. Doch reich gemacht hat sie dies bisher nicht. «Ich habe, ehrlich gesagt, noch nicht viel von dem Geld gesehen, das man mir versprochen hat», sagt sie.

Geld verdiene ein Model mit Kampagnen und Modestrecken in Magazinen, aber nicht auf dem Laufsteg, sagt Saner. "Fashion Weeks sind dazu da, dir einen guten Namen zu machen, das habe ich auch erst gerade gelernt", erzählt die 18-Jährige in der Zeitschrift "Weltwoche".

Die Newcomerin musste bereits erfahren, dass das Modelbusiness kein Zuckerschlecken ist. "Die Fashion Weeks sind extrem anstrengend", sagt sie. Jeden Tag stünden Shows, Castings und Anproben bis in die Nacht auf dem Programm.

Hinzu komme, dass die Models auf ihr Aussehen reduziert werden. "Wer du bist und wie es dir geht, interessiert niemanden", erzählt Saner, "du bist ein Kleiderständer." Bei manchen Looks habe sie sich selbst im Spiegel kaum wiedererkannt, sagt Saner.

Wenn die schöne Bernerin darauf reduziert wird, ein "Kleiderständer" zu sein, weiss sie, was sie tun muss: "Dann pack ich eine Schutzhülle um meinen Körper und sage mir: 'Ich bin nicht die Julia, die ich bei meiner Familie bin, sondern jemand, der eine Kollektion gut zu präsentieren versucht.'"

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