Australiens Vize-Premierminister Barnaby Joyce sagte zu den Vorwürfen gegen Depp am Dienstag im australischen Radio: "Es gibt dafür einen Begriff: Es wird Meineid genannt." Depp soll seine Yorkshireterrier Pistol und Boo an Bord eines Privatjets im Jahr 2015 heimlich nach Australien gebracht haben, obwohl die Quarantäne-Auflagen des Landes äusserst strikt sind. Nachdem dies aufflog, war seine damalige Frau Amber Heard mit einer Geldstrafe davongekommen.

Depp wird nun aber vorgeworfen, er habe wissentlich das Gesetz gebrochen, indem er die Hunde nach Australien brachte. Medienberichten zufolge soll er einen Angestellten gedrängt haben, den Kopf dafür hinzuhalten.

In dem als "Terrier-Krieg" bekannten Fall nahm Vize-Premierminister Joyce nun eine extrem harte Haltung ein. "Wir sind ein Inselkontinent und wir nehmen unsere Bio-Sicherheit sehr ernst und es spielt keine Rolle, ob jemand denkt, er sei Herr Sowieso aus Hollywood, unsere Gesetze müssen befolgt werden", sagte Joyce. Er hatte einst sogar mit der Einschläferung der Hunde gedroht, sollten sie nicht umgehend in die USA zurückgebracht werden.

Depp hat bereits riesigen Ärger in den USA, nachdem er vor einer johlenden Menge beim Glastonbury-Kulturfestival in England mit Blick auf Trump gesagt hatte: "Wann war das letzte Mal, das ein Schauspieler einen Präsidenten umgebracht hat? (...) Es ist eine Weile her, und vielleicht ist es an der Zeit." Später entschuldigte er sich.