Phoenix

Joaquin Phoenix und sein ganz persönlicher Skandalfilm

Joaquin Phoenix und sein ganz persönlicher Skandalfilm

Joaquin Phoenix und sein ganz persönlicher Skandalfilm

Dreht Joaquin Phoenix jetzt völlig durch? Im September soll sein Streifen «I'm still here» in die Kinos kommen. Darin sieht man den Schauspieler am Rande des Wahnsinns.

Er mimte den Angestellten eines schmuddeligen Sex-Shops im Thriller «8mm», den diabolischen Kaiser Commodus im Monumentalfilm «Gladiator» und brillierte als Johnny Cash in «Walkt the Line». Joaquin Phoenix (36) - das enfant terrible des amerikanischen Kinos. Und dann - wie aus dem nichts - verkündete der talentierte Schauspieler vor einem Jahr, er wolle nie mehr einen Film drehen.

Er liess sich einen Krausbart wuchern, gab allerlei wirres Zeugs von sich; den Höhepunkt seiner öffentlichen Deformation zelebrierte der Hollywood-Star in einem seltsamen Interview bei David Letterman. Auf seine Musikkarriere angesprochen, bestätigte Phoenix, das Hip-Hop-Genre habe ihn schon immer fasziniert, worauf das Publikum in schallendes Gelächter ausbrach. «Sie glauben, das soll ein Witz sein», schimpfte der Schauspieler damals.

War alles nur inszeniert, oder balancierte Phoenix wirklich am Rande des Abgrunds? Es bleibt sein Geheimnis. Nun wird das schräge Leben des hochtalentierten Schauspielers um eine Episode reicher. Am 10. September bringt Phoenix seinen Dokumentarfilm «I'm still here» in die Kinos. Das Sujet - wie könnte es auch anders sein - ist er selbst.

Ben Afflecks Bruder spielt den Regisseur

Casey Affleck,  sein Schwager in spé, heftet sich monatelang an die Fersen des Exzentrikers, dokumentiert, wie der Schauspieler seine Hip-Hop-Karriere lanciert und kläglich scheitert, filmt ihn bei emotionalen Ausbrüchen und Eskapaden.

Eamonn Bowles, Präsident der Magnolia Pictures und Produzent des eigentümlichen Steifens, bezeichnet das «Werk» als «eine erstaunliche Arbeit». Er, Phoenix, werde jeden Menge Aufmerksamkeit bekommen, glaubt Bowles und es sei nicht irgendeine billige Produktion, die daherkomme wie «lasst uns wilde Sachen machen und das filmen». Die Dokumentation soll das Ausmass Wahnsinns von Joaquin über einen bestimmten Zeitraum zeigen und es werde die Zuschauer in unterschiedlicher Weise überraschen.

Phoenix wurde bereits für den Oscar für seine Rolle des Johnny Cashs in «Walk the Line» 2005 nominiert. Seinen letzten Auftritt hatte Joaquin 2008 im Drama «Two Lovers» mit Gwyneth Paltrow. (sza)

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