So drehen sich die neuen Songs nicht nur um Liebe, Freude und Sonnenschein, sondern auch ums Traurigsein. Letzteres bringt der 25-Jährige mit dem berndeutschen Titel "Mängisch Bini Truurig" zum Ausdruck, der eigentlich für die Sängerin Nelly Patty geschrieben worden ist. "Obwohl ich mir einmal geschworen habe, nie Mundart zu singen, schien der Song perfekt zu mir zu passen", so Ritch im Gespräch mit der Nachrichtenagentur sda.

Er halte es für falsch, den Fans das Bild des Immerfröhlichen zu vermitteln, wenn er sich doch in Wahrheit oft einsam und bedrückt fühle. "Ich hatte lange Mühe, diese Seite zu zeigen." Auf dem neuen Album, das am 8. September in die Läden kommt, wolle er sie zulassen, "ohne den Zuhörern aber eine Moralpredigt zu halten".

So setzt sich das persönliche Lebensgeheimis von Jessi Ritch also einerseits aus der Fähigkeit, Dinge positiv zu sehen, und daraus, auch den Niederlagen ins Gesicht zu schauen und zu lernen, zusammen. Wichtig ist ihm auch das Fantasieren. "Ich träume immer sehr gross und mag den Träumen oft gar nicht nach", sagt der Sänger.

Seiner grossen Liebe muss Jessi Ritch nicht mehr nacheilen. Er hat sie in Sara Heras längst gefunden und kürzlich gar geheiratet. Und auch musikalisch kann der gelernte Krankenpfleger einiges abhaken - etwa die Zusammenarbeiten mit DJ Bobo oder Gölä. Auf der Wunschliste stehe derzeit vor allem eine internationale Karriere "und irgendwann eine Familie".