Partyleben vorbei

Jason Bateman: «Ich tue nichts, das Aufmerksamkeit erregen würde»

Jason Bateman

Jason Bateman

In der Komödie «The Change-up» darf Jason Bateman gleich in zwei Charaktere schlüpfen. Er mimt den jobfixierten Familienvater Dave, der durch mysteriöse Umstände den Körper mit seinem besten Freund Mitch, einem notorischen Frauenhelden, tauscht.

In einem einzigen Film vom heutigen ins frühere Ich: Das darf US-Schauspieler Jason Bateman in seinem neuen Film "The Change-up" ("Wie ausgewechselt"), der am 20. Oktober in die Kinos kommt.

"Dave ist der Charakter, der ich heute bin: verheiratet, ein Kind und ein zweites unterwegs", erzählte der 42-Jährige Bateman am Dienstag Nachmittag vor Journalisten in Wien. "Mitch ist der Kerl, der ich in meinen Zwanzigern war."

Aus seinem wilden Partyleben, in dem lange Zeit auch Alkohol und Drogen eine grosse Rolle spielten, wie er später in Interviews erzählte, macht er kein Geheimnis. "Ich musste das damals quasi abhaken und rauslassen, damit ich nicht dann zum 'bad boy' werde, wenn es unangebracht ist", sagt Bateman grinsend.

Dann, 2001, habe er "das alles abgehakt und geheiratet", nämlich Amanda Anka, Tochter von Musiker und Komponist Paul Anka, mit der er fünf Jahre später die erste Tochter, Francesca, bekam. Die Rolle in der Comedy-Fernsehserie "Arrested Development" brachte ihm 2003 den Durchbruch.

Unter dem Radar

Dass Bateman trotz der darauffolgenden zahlreichen Filmrollen kaum im Rampenlicht steht, sei auch seinem mittlerweile "normalen Leben" zu verdanken, sagt er. "Ich tue nichts, das Aufmerksamkeit erregen würde: Ich betrüge meine Frau nicht, habe kein Drogenproblem, rase nicht mit dem Auto - was sollte es also über mich geben, das eine Schlagzeile wert ist?", meint Bateman.

Auch der richtig grosse Filmerfolg sei bisher ausgeblieben, "das ist aber ok für mich". Die Liste an Filmen, in denen Bateman die letzten Jahre mitgespielt hat, ist lang: Nach Nebenrollen u.a. in "Juno", "Hancock", "Up in the Air" und "Paul" war er vergangenes Jahr an der Seite von Jennifer Aniston in "The Switch" ("Umständlich verliebt") erstmals in einer Hauptrolle zu sehen.

"Meine Karriere entwickelt sich langsam weiter", erzählt Bateman. "Ich will lange schauspielern und möchte nicht, dass die Leute bald die Nase voll von mir haben. Ich bin schon lange genug in dieser Branche, um zu wissen, dass die wahre Goldmedaille eine lange Karriere, nicht der grosse Ruhm ist."

Und Bateman weiss, wovon er spricht: Als Zwölfjähriger bekam er seine erste Rolle in der TV-Serie "Unsere kleine Farm", es folgten zahlreiche weitere TV-Auftritte, die ihn zum Teenie-Star machten.

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