Bären sind Allesfresser. Vieles, was der Mensch an organischen Abfällen entsorgt, ist für sie eine willkommene Mahlzeit. Gewöhnen sie sich daran, verlieren sie meist auch die Scheu vor den Menschen. Damit sind Konflikte programmiert - und das Ende solcher "Problembären" ist nah.

Das erfuhr Bär JJ3, als er sich 2008 im Bündnerland an Siedlungsabfälle heranmachte. Er wurde kurzerhand abgeschossen. Um solche Abschüsse zu vermeiden und das Problem zu lösen, startete die Biosfera Val Müstair ihr Projekt Abfallmanagement Bär.

Takis und Arko kamen nicht an die Leckerbissen

Nun steht das Pilotprojekt, an dem sich auch die Zürcher Fachstelle Wildtier- und Landschaftsmanagement (Wilma) beteiligte, vor dem Abschluss. Die Lösung ist ein spezieller Abfallbehälter aus der italienischen Bärenregion Trentino. Dieser wurde, gefüllt mit Leckerbissen, im Tierpark Goldau sozusagen vor die Bären geworfen.

Und die taten auch alles, um den Behälter zu knacken. Ohne Erfolg, wie der Tierpark am Dienstag mitteilte. Der Test sei erfolgreich verlaufen, sodass nun manches Bärenleben gerettet werden könne.