Heute denke er beim Training - egal ob auf dem Laufband oder in der Halfpipe - ausschliesslich ans Snowboarden, erzählte der 28-jährige Zürcher mit russischen Wurzeln der "NZZ am Sonntag".

Das war nicht immer so: Noch vor einem Jahr habe er "tausend Sachen" im Kopf gehabt, wenn er trainiert habe, die Fotografie, sein Kunststudium, Modeschauen. Irgendwann im vergangenen Sommer habe sein Trainer gesagt: "Iouri, du bist nicht so fit, wie du denkst."

Dem Snowboarder, der für Pyeongchang 2018 trainiert, öffnete das die Augen: Man könne nicht gleichzeitig olympischer Titelverteidiger, Student und Fotograf sein. Nun hat Podladtchikov sein Studium vorerst unterbrochen und nimmt keine Fotoaufträge an. "Ich will mir nie eingestehen müssen, nicht das Maximum aus dem Snowboarden herausgeholt zu haben."