Zoorudel

Integration von Welpen ins Wolfsrudel in Goldau vorerst gescheitert

Integration an Leitwölfin gescheitert

Integration an Leitwölfin gescheitert

Ein erster Versuch, vier deutsche Welpen ins bestehende Wolfsrudel im Tierpark Goldau zu integrieren, ist gescheitert. Nun sind die Tiere wieder getrennt. Direktorin Anna Baumann hofft aber auf einen zweiten Versuch.

Das Wolfsrudel in Goldau bedarf einer Blutauffrischung. Die beiden Alphatiere sind bereits sehr alt. Deshalb bezog man aus dem deutschen Wildpark Schorfheide vier Welpen. Samu, Ronja, Raita und Runa, die Ende April zur Welt kamen, trafen am Dienstag in Goldau ein.

Am Mittwoch wurde der erste Versuch unternommen, die vier Jungwölfe in das bestehende Rudel zu integrieren. Zu Beginn ging alles gut. Während sich die Stammtiere zurückhaltend zeigten, erkundeten die Welpen das Gelände und trafen verschiedentlich auf die älteren Tiere.

Nach dem Mittagsschläfchen zeigte ein Rüde Willkommensverhalten, indem er einen Welpen zu lecken begann. Mit dieser Situation kam indessen die Leitwölfin nicht zurecht. Sie attackierte gegen Abend die Welpen, wie der Tierpark am Freitag mitteilte. Diese zogen sich daraufhin in die Höhle zurück.

Der Versuch der Integration wurde danach abgebrochen. Die Welpen wurde aus der neuen grossen Gemeinschaftsanlage für Bär und Wolf entfernt. Zurzeit befinden sie sich im ehemaligen Wolfsgehege der Stammtiere.

Vor allem die alten Tiere seien jetzt gestresst, erklärte Baumann. Die Welpen hingegen seien relativ ruhig. Baumann hofft, dass die Integration der jungen Tiere in einem weiteren Versuch doch noch gelingt.

Dass eine Integration in ein bestehendes Zoorudel nicht leicht gelingt, ist bekannt. Am besten geht es, wenn die neuen Wölfe noch sehr klein sind und von Hand aufgezogen werden.

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