Carolin Frei

Peter Wetzel ist seit bald 20 Jahren bei den Regionalwerken Baden tätig und hat seither die eine oder andere Trockenperiode erlebt. «Sogar im extrem trockenen Sommer 2003 hatten wir immer genügend Wasser, konnten jederzeit die angeschlossenen Gemeinden wie etwa Ennetbaden, Fislisbach, Mellingen und Birmenstorf beliefern», sagt der Ressortleiter.

Trotzdem mache es natürlich Sinn, einen sparsamen Umgang mit dem kostbaren Gut zu pflegen. Nicht nur in Trockenperioden. «Bis 2025 werden zwei Drittel aller Menschen mit Wasser-Knappheit konfrontiert sein - vor allem in den armen Ländern», hält WWF Schweiz auf seiner Homepage fest. Die Schweiz scheint dank ihrer geografischen Lage und Struktur (Alpen) davon verschont zu bleiben.

Die Sensibilisierung bei der Bevölkerung und der Industrie trägt Früchte, ging doch der Wasserverbrauch seit den Sechzigerjahren deutlich zurück, von 1200 Litern Trinkwasser pro Einwohner auf 365 in Jahr 2009. Was sich auch auf die Preise auswirkt.

Aktuell sind die neun Reservoire in und um die Stadt Baden gut zur Hälfte gefüllt. «In den Wintermonaten brauchen wir nicht mehr und pumpen deshalb nicht unnötig Wasser in die Wassertanks», sagt Peter Wetzel. Im Sommer sei dann der private Bedarf schon höher, da unter anderem in vielen Haushalten Blumen- oder Gemüsegärten bewässert würden.

Die neun Reservoire werden von mächtigen, bis zu 20 Meter tiefen Grundwasserseen sowie 34 Quellen gespiesen. Über sieben Stufenpumpwerke wird das Wasser auf verschiedene Höhen gepumpt und bis zur weiteren Verwendung gelagert. Für einen reibungslosen Ablauf der Trinkwasserversorgung und für die einwandfreie Qualität des Wassers sorgen drei Brunnenmeister und sechs Monteure.

«Zu unseren Hauptaufgaben gehören die laufende Sanierung des bestehenden Leitungsnetzes, die Betreuung der 677 Hydranten und 42 öffentlichen Brunnen sowie die Behebung von Rohrbrüchen. Jemand aus unserem Team ist immer auf Abruf bereit, um gerade bei Rohrleitungsbrüchen die nötigen Schritte zu veranlassen, nachdem das Leck geortet wurde.»

Die Pumpwerke und Reservoire sind alle mit Alarmanlagen gesichert, um Unbefugten den Eintritt zu verwehren. Zudem verfügen alle über Sicherheitsanlagen, die jede Störung sofort melden. Diese Vorkehrungen garantieren eine einwandfreie Wasserqualität.