Frankreich

Hollandes angebliche Geliebte klagt gegen Magazin «Closer»

Die französische Schauspielerin Julie Gayet (Archivbild)

Die französische Schauspielerin Julie Gayet (Archivbild)

Die angebliche Geliebte von Frankreichs Präsident François Hollande klagt gegen das Magazin «Closer» wegen des Berichts über ihre Affäre mit dem Staatschef. Das Magazin erhielt eine entsprechende Zustellung der Anzeige der Schauspielerin Julie Gayet.

Die 41-Jährige verlangt 50'000 Euro Schadenersatz sowie 4000 Euro für die Prozesskosten sowie eine juristische Veröffentlichung über eine halbe Seite auf dem Titelblatt des Klatschmagazins. Dies verlautete am Donnerstag aus dem Umfeld von "Closer", wie die Nachrichtenagentur AFP berichtete.

Das Magazin hatte am vergangenen Freitag über die angebliche Liebesaffäre Hollandes mit Gayet berichtet und eine Reihe von Fotos dazu veröffentlicht. Hollandes offizielle Lebenspartnerin, Valérie Trierweiler, ist seither in ärztlicher Behandlung.

Bei einer grossen Pressekonferenz zu Wirtschaftsreformen räumte Hollande am Dienstag Beziehungsprobleme mit Trierweiler ein, wollte sich aber nicht zu seinem Privatleben äussern. Eine Liebesaffäre mit Gayet hat er jedoch nicht bestritten.

"Closer" plant Sonderausgabe

Auf juristische Schritte gegen "Closer" will Hollande nach eigener Aussage verzichten, weil er selbst durch seine Immunität als Staatschef vor Klagen geschützt sei. Er hatte am Dienstag aber deutlich gemacht, dass er "vollkommen empört" über die Veröffentlichung sei.

Die Leitung von "Closer" bestätigte, dass sie eine Zustellung mit der Klage Gayets erhalten habe. Eine Stellungnahme dazu lehnte sie ab. Das Magazin hatte am Mittwochabend angekündigt, dass es eine neue Sonderausgabe plane, die ab Freitag an den Kiosken erhältlich sein soll. Darin solle es "neue Fotos und Exklusiv-Informationen" zu der Liebesaffäre des Präsidenten geben.

Kein Besuch

Seine im Spital liegende Lebensgefährtin besuchte Hollande dort bisher nicht, wie das Umfeld des Präsidenten sowie Trierweilers der Nachrichtenagentur AFP bestätigten. Unklar war, ob Hollande seine Lebensgefährtin nicht besuchen oder ob die Première Dame den Präsidenten nicht sehen wollte.

Offiziell ist über Trierweilers Zustand nichts bekannt. Der Sender Europe 1 berichtete unter Berufung auf Freunde der 48-jährigen Journalistin, sie leide unter "extremer, nervös bedingter Müdigkeit" und habe starke Stimmungsschwankungen. Hollande hatte auf ihren Gesundheitszustand angesprochen am Dienstag lediglich gesagt: "Sie ruht sich aus."

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