Scrabbleturnier

Hochklassiges Finale zwischen Schweizerin und Berliner

Alle zwei Jahre finden Scrabble-Weltmeisterschaften statt - wie hier in London im Jahr 2005 (Archiv)

Alle zwei Jahre finden Scrabble-Weltmeisterschaften statt - wie hier in London im Jahr 2005 (Archiv)

Nach 13 Spielen lag die gross aufspielende Blanca Gröbli-Canonica am 1. Schweizer Scrabbleturnier vorne, doch im Final war der Berliner Jürgen Miguletz stärker. In einem offensiv geführten Match gewann er mit 418 zu 350.»

Miguletz hat sich in den letzten Monaten zu einem Topspieler entwickelt. Zuvor lag er meist hinter seiner Ehefrau Claudia Aumüller, doch nun ist er aus ihrem Schatten herausgetreten. Er feierte in der Schweiz seinen ersten grossen Triumph. Im Endspiel beeindruckte er mit einer geradezu verwegenen Spielweise, die voll aufging. "Blanca macht das auch so", sagte er am Schluss.

Die beste Schweizer Turnierspielerin erwies sich als faire Verliererin. Miguletz habe den Sieg verdient. Sie hätte vielleicht das Blatt wenden können, wenn sie nicht den Bingo (alle sieben Buchstaben ablegen) STRENGER übersehen hätte. "So etwas ist schnell passiert", nahm sie den Verpasser gelassen.

Das Turnier in St. Gallen - es fand in der Sprachheilschule statt - war ein Erfolg. Die deutschen Teilnehmer, die den Hauptharst stellten jedenfalls, waren begeistert und geizten nicht mit Komplimenten.

Regula Schilling, die Hauptorganisatorin, wurde zweitbeste Schweizerin im achten Rang und kündigte an, dass das Turnier auch nächstes Jahr stattfinden soll. Ihr und Blanca Gröbli kommt das Hauptverdienst zu, dass sich die Deutschschweizer Scrabbleszene immer besser entwickelt.

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