Berufswechsel

Heinrich Müller wird immer noch als «Tagesschau"-Mann angesprochen

Seit zehn Jahren macht Heinrich Müller (r) hauptberuflich Rockmusik. Trotzdem ist er für viele immer noch der "Tagesschau"-Mann. (Archivbild)

Seit zehn Jahren macht Heinrich Müller (r) hauptberuflich Rockmusik. Trotzdem ist er für viele immer noch der "Tagesschau"-Mann. (Archivbild)

Vor zehn Jahren hat der beliebte Moderator Heinrich Müller die «Tagesschau» verlassen, um sich voll der Rockmusik zu widmen. Das sei aber immer noch nicht zu den Leuten vorgedrungen, wundert er sich. Viele nehmen ihn unverändert als TV-Mann statt als Musiker wahr.

"Ich dachte, nach zwei, drei Jahren spiele die 'Tagesschau'-Vergangenheit keine Rolle mehr", sagte der 71-Jährige der "Schweizer Familie". Aber die 27 Jahre beim Fernsehen haben sich scheinbar unauslöschlich ins kollektive Gedächtnis eingebrannt.

Der Wechsel ins Musikfach war für Müller gar nicht eine so tiefe Zäsur, wie es scheint. Schon als Kind soll er unentwegt vor sich hin gesungen haben. Im Pfarrhaushalt seiner Eltern wurde viel musiziert und "Heiri" lernte erst Geige, dann Gitarre. Als Teenager tourte er mit einer Band durch die Region Basel. Müller habe eine grosse Begabung, lobt sein Produzent Robbie Caruso. "Er singt praktisch nie falsch".

Mit Musik hat er übrigens auch das Herz seiner Lebensgefährtin erobert. Als er in den 1970ern als Hochschuldozent in Nigeria arbeitete, gab er Ruth Balami Gitarrenunterricht, um ihr näherzukommen. Mittlerweile sind die beiden seit 25 Jahren verheiratet.

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