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Heidi und Seal: Alles Werbung, oder was?

Während die Spekulation über die Folgen der Scheidung des Promi-Paars losgeht, gibt Seal schon mal die ersten Interviews. Darin ist der Sänger überraschend gefasst, ruhig und souverän.

Claudia Landolt
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Sonne, snow and Seal

Sonne, snow and Seal

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Gewiss: Das nun verbriefte Scheitern dieser Hochglanz-Beziehung hat so manche sprachlos gemacht. Das Paar, das seine glänzende und glitzernde Liebe öffentlich zelebrierte, schien doch irgendwie so richtig verliebt zu sein. Und irgendwie träumten die Romantiker und Romantikerinnen unter uns diesen Traum von der echten Hollywood-Liebe mit. Gerüchte und Skandale gab es nicht, die auf eine bevorstehende Trennung hätten hinweisen können. Höchstens neiderfüllte Kritikaster, denen die stete Zelebrierung des Glücks auf die Nerven ging («Seal ist my better half, my everything - Seal ist meine bessere Hälfte, mein Ein und Alles», so Heidi noch vor 3 Jahren).

Grosse Themen-Party zum sechsten Hochzeitstag: Heidi Klum und Seal
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Heidi Klum und Seal Samuel Heidi Klum mit ihren vier Kindern Leni, Johan, Henry und Baby Lou Sulola. (www.seal.com)
Im Bett mit Heidi
Im Bett mit Heidi
Im Bett mit Heidi
Im Bett mit Heidi
Im Bett mti Heidi
Der schöne Engel: Heidi Klum Heidi Klum mit Flügel (Archiv)
Heidi und Seals Sexvideo

Grosse Themen-Party zum sechsten Hochzeitstag: Heidi Klum und Seal

Keystone

Der Rest der people-affinen Welt ignorierte, dass die Beteuerung des häuslichen Glücks immer besonders hoch war, wenn es etwas zu bewerben galt - Modenschau, TV-Show, Musikvideos. Und guckte sprachlos auf ihre Liebe, auf Seals Videos, in denen sie trotz ihrer Kinderschar und Karrieren ihre Liebe und ihr angeblich so vibrierendes Sexleben zeigten. Und man dachte: Wow! So etwas will Frau auch.

Die Krise war schon lange da

Also muss es schon seit längerem kriseln in der Verbindung Klum-Samuel. Das Internetportal TMZ, welches als erste die Trennung thematisierte, glaubte am Montag, die Gründe zu kennen: Seal sei aufbrausend, ein Choleriker, Mann von «vulkanischer Leidenschaft», der zu unkontrollierten Wutausbrüchen neige, sogar vor den Kindern. Eine Drittbeziehung, auch davon war die Rede, sei nicht im Spiel. Da dreht das Rad der Spekulation: Seal, ein herumschreiender, vielleicht gar etwas zu körperlich Macho? Dass er, das Kind aus armen und ungeliebten Verhältnissen, seine liebe Mühe mit Paparazzi hat, ist bekannt. Aber seine Familie? Niemand weiss, was hinter den Mauern des Millionen-Anwesens passierte.

Nicht ins Bild des unkontrollierten Cholerikers passt das Auftreten von Seal in der US-Show von Tavis Smiley vom Montagabend. Sein neues Album «Soul 2» promotend, den Ehering an seiner linken Hand, sass er auf dem Sofa und sprach Sätze wie: «Wir haben einen ungehörigen Respekt und noch immer sehr viel Liebe füreinander». Und: «Heidi ist noch immer die wunderbarste Frau der Welt.» Der Mann, der das sagte, wirkte abgeklärt, entspannt, authentisch - auch wenn angeblich der Umzugswagen schon vorgefahren ist.

(K)eine nächste Hollywood-Schlammschlacht

Und so plauderte der vierfache Vater fleissig drauf los. «Unsere Kinder haben oberste Priorität in dieser Situation», so Seal. Und weiter: «Nur, weil du die Entscheidung triffst, dich voneinander zu trennen, hörst du ja nicht auf den Partner zu lieben. Du hörst nicht auf, Freunde zu sein.» Er und Heidi hätten kein Interesse an einer hässlichen Schiedung, in denen es nur um Kampf um Kinder und Kohle - schätzungsweise 50 (Heidis) Millionen Dollar, Immobilien nicht eingerechnet - geht.

Auch Promotion und Pressetermine wahrzunehmen, sei weniger schwierig als erwartet: «Es mag sich vielleicht komisch anhören, aber es ist nicht so schwierig. Wir müssen jetzt darauf achten, würdevoll miteinander umzugehen. Das ist wichtig», sagte Seal.

Nicht anders als bei Meier und Müller

Und bei Ellen De Generes gab er zu, «mit den besten Absichten in die Ehe gegangen zu sein. Wenn man sich sagt: Bis dass der Tod uns scheidet, hat das einen gewissen Wert, es sind nicht nur Worte». «Aber Dinge passieren nun mal.»

Möglich, dass er einfach genug hatte, daheim rumzusitzen und die Kinder, die er übrigens als Heidis «vier grösste Geschenke» bezeichnet, zu hüten. Er glaube sogar, dass es auch in der jetzigen Situation viele Dinge gebe, die «sehr positiv» seien, und der «Übergang» in ein Single-Leben womöglich «leichter» als von Aussenstehenden angenommen. Ein positiver Nebeneffekt könnte immerhin sein, dass die Trennung nun auch die Verkaufszahlen von Seals Album in die Höhe schnellen lässt. Denn von Herzschmerz singt er bestimmt.