Die 68-Jährige ist Künstlerin in Luzern und schwer verschuldet, wie die "Zentralschweiz am Sonntag" schreibt. Sie habe gehofft, dank der Erbschaft ihren Schuldenberg abtragen zu können. Daraus werde nun aber nichts - ein Schlag ins Gesicht der Erni-Tochter und ihres Mannes Raphael Fornara-Erni.

Die Hoffnungen sind begraben seit dem Brief, der ihnen am 15. April ins Haus geflattert ist. Absender: das Teilungsamt der Stadt Luzern. Darin heisst es, gestützt auf den Erbvertrag vom 14. September 1979, dass die Fornara-Ernis auf "das gegenwärtige und zukünftige Vermögen des Erblassers" keinen Anspruch hätten, wie die "Zentralschweiz am Sonntag" das Dokument zitiert.

"Ich bin glücklich, dass ich gläubig bin. Sonst würde ich das nicht durchstehen", sagte Simone Fornara-Erni ins Mikrofon der Zeitung. Fatal ist, dass sie und ihr Mann 1979 den Erbvertrag mitunterzeichnet haben.

Das taten sie nach ihren heutigen Angaben, weil sie fälschlicherweise immer davon ausgegangen seien, dass der Vertrag lediglich einen Erbvorbezug ausschloss. Sie unterschätzten "den finalen Charakter des Dokuments", schreibt die "Zentralschweiz am Sonntag". So erwies sich die Hoffnung auf ein Erbe im siebenstelligen Frankenbereich in diesen Tagen nun als Traumschloss.