50. Solothurner Filmtage

Grossanlässe kosten Esther Gemsch viel Überwindung

Esther Gemsch bleibt Grossanlässen gerne fern (Archiv)

Esther Gemsch bleibt Grossanlässen gerne fern (Archiv)

Wenn ihr Mann sie nicht überredet hätte, wäre Schauspielerin Esther Gemsch ("Schweizer Helden") am Mittwochabend nicht an der «Nacht der Nominationen» in Solothurn erschienen. «Auch wenn mir das viele nicht glauben mögen: Ich bin soziophob».

Dass sich die gebürtige Bernerin inmitten grösserer Menschenansammlungen nicht wohl fühlt, war ihr an dem feierlichen Anlass anlässlich der 50. Solothurner Filmtage tatsächlich nicht auf Anhieb anzusehen. Plauderte sie doch sehr aufgestellt mal hier, mal da.

Erst die Tatsache, dass die 59-Jährige nach dem kurzen Gespräch mit der Nachrichtenagentur sda ein Weinglas ergriff, das nicht ihr gehörte, konnte als Hinweis auf eine gewisse Nervosität gedeutet werden. Aber Gemsch blieb dabei: "Solche Anlässe sind mir wirklich unangenehm."

Was aber nicht heisse, dass sie solche Veranstaltungen für unwichtig halte. "Gerade wenn es um eine Auszeichnung wie den Schweizer Filmpreis geht, sind sie nie irrelevant", sagte Gemsch weiter. Erst recht nicht, wenn man hoffen dürfe. Denn: "Anerkennung in Form einer Nomination oder eines Preises ist fast noch schöner als der Applaus nach einer Theatervorstellung."

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