"Wenn eine iranische Frau sich etwa scheiden lassen will, hat sie kein Anrecht mehr auf ihre Kinder. Oder wenn ein Mann eine Frau umbringt, fällt seine Strafe halb so hoch aus, wie wenn das Opfer ein Mann gewesen wäre", sagte die 34-Jährige am Rande einer Medienkonferenz in Locarno.

Farahani spielt die Hauptrolle im Drama "The Song of Scorpions", das am Mittwochabend im Piazza-Grande-Programm des Festivals gezeigt wird. Regie führte der in Genf lebende Filmemacher Anup Singh.

Doch nicht nur iranische Frauen hätten ein schwieriges Los. "Auf der ganzen Welt werden jeden Moment in irgendeiner Weise Frauen angegriffen." Auch Farahanis Protagonistin im Film, Nooran, wird Opfer eines Übergriffs. Die Schauspielerin selber musste 2009 nach Paris ins Exil ziehen, weil sie vom Regime verfolgt worden war.

Farahani stand bereits für renommierte Regisseure wie Jim Jarmusch ("Paterson") oder Ridley Scott ("Pirates of the Caribbean") vor der Kamera.