Die beiden würden ausdrücklich zeigen, dass gleichgeschlechtliche Liebe nichts sei, was in der Öffentlichkeit nicht zelebriert werden dürfte, schreibt Schweizer Radio und Fernsehen SRF auf seiner Internetseite. Denselben Preis gewann der diesjährige Publikumsliebling Rigozzi vor sieben Jahren mit ihrem Mann Giovanni Marchese.

Einen "Glory" gab es auch für Prominente, die guten Stil beweisen. Nominiert waren dafür unter anderen das Ehepaar Blocher für ihren Garten in Zürcher Gemeinde Herrliberg. Der 11'000 Quadratmeter grosse Umschwung belegt fünf Ebenen, unter anderem eine für den Swimmingpool und eine für Obst- und Gemüsegarten.

Gewonnen hat den Preis aber der Aargauer Sänger Seven. Seit Jahren bewege er sich stilsicher in diversen Musiksparten und feiere im In- und Ausland grosse Erfolge. Dabei sei er sich immer treu geblieben. Zudem fordere er seine Fans an Open-Air-Konzerten jeweils auf, sich auf das Wesentliche zu besinnen, nämlich füreinander da zu sein. Er erzeuge stilvoll Demut und zeige, dass Stil nicht nur eine Frage der Kleidung sei.

Buch über Überleben eines Kindes

Für seinen Mut wurde der Bündner Autor Philipp Gurt in der Kategorie "Emotionen" ausgezeichnet. Er hat seine schwierige Kindheit im Buch "Schattenkind: Wie ich als Kind überlebt habe" verarbeitet. Gurt ist in einem Heim aufgewachsen und im Alter von sechs Jahren von seiner Betreuerin sexuell missbraucht worden. Beim Schreibprozess habe er viel Gegenwind gehabt, schreibt SRF, er sei sogar bedroht worden. Dennoch habe er es gewagt, seine Geschichte zu Papier zu bringen.

Ausgezeichnet wurde zudem Manu Burkart in der Kategorie "Like". Der Divertimento-Star sorge mit seinen eigenen Facebook- und Instagram-Posts für strahlende Gesichter. Dabei verhelfen ihm offenbar auch seine Kinder zu "Likes": Sie spielten bereits jetzt im Hintergrund die lustige zweite Geige, schreibt SRF. Burkart ist im Jahr 2017 zum dritten Mal Vater geworden.

In der Kategorie "Crazy" wurde Isabella Seckendorff für ihr farbloses Leben gewürdigt. Bei ihr und ihrer Mutter Johanna Henggeler ist alles weiss - die Wohnungseinrichtung, die selber hergestellte Kleidung und sogar das Essen. Die beiden leben ihr Künstlerleben unkonventionell, "durchdrungen von Abenteuergeist und absolut unmaterialistisch" im Art-Museum Uitikon, schreibt SRF.