Nicht mehr lange und Corinne und Stefan Gfeller spielen vor Millionen von Zuschauern. Das Geschwisterpaar aus dem Freiamt vertritt unter dem Namen ZiBBZ die Schweiz am Eurovision Song Contest in Lissabon. Mit seinem Song «Stones» wird es am 8.Mai um den Einzug ins Finale kämpfen.

Zibbz - Stones

Zibbz - Stones

 

Die Geschwister haben zwar noch nicht viel Wettbewerbserfahrung, doch lassen sie sich davon nicht abschrecken. Sie erkennen in der Teilnahme eine grosse Chance für ihre musikalische Karriere: «Uns kennt man noch nicht so. Wir können eigentlich nicht sehr viel verlieren», erklärt Corinne Gfeller im Interview bei TalkTäglich. 

Ein Song mit Botschaft

«Ich werde keine Steine werfen» heisst es im Song «Stones», mit dem sich das Duo für den ESC qualifizierte. In Zeiten von Cybermobbing und dem wachsenden Einfluss der sozialen Medien eine wichtige Botschaft. Ob das beim Publikum ankommt? 

Für die Geschwister sei von Anfang an klar gewesen, dass sie auf so einer grossen Bühne eine Botschaft einbringen wollen. Wenn die Nachricht des Lied-Textes am Schluss auch nicht zu allen durchdringen wird — für sie wäre es auch ein Erfolg, wenn der Song nur ein paar Leute erreicht. Vielleicht überdenken diese dann in Zukunft, was sie als nächstes über jemanden auf Facebook und Co. posten. 

«ZiBBZ» ist dabei in den sozialen Medien selbst sehr präsent. «Du musst ständig am Ball sein», erläutert Stefan Gfeller. Instagram und Facebook seien heutzutage wichtige Tools für die Selbstvermarktung — mit ihnen kündigt die Gruppe Auftritte an oder teilt besondere Momente. Am Ende liege der Fokus aber trotzdem bei den Auftritten auf der Bühne: «Wir sind keine Instagram-Models, sondern Musiker», betont Corinne.

Unterwegs mit ZiBBZ am Tag nach dem Sieg in der ESC-Vorausscheidung

Unterwegs mit ZiBBZ am Tag nach dem Sieg in der ESC-Vorausscheidung.

  

Das erste Schlagzeug aus Dosenbüchsen

Schon die Eltern der beiden Berufsmusiker hatten in Rockbands gespielt. «Ich war noch im Bauch von meiner Mutter, als sie einen Auftritt hatte», sagt Stefan und schmunzelt. Das erste Schlagzeug habe er sich als Kind aus Dosenbüchsen zusammengebastelt.

Musik war also schon immer eine Familiensache. «Aber wir arbeiten nicht nur zusammen, weil wir Geschwister sind», verdeutlicht Corinne. Laut ihr, schätzen sie das gegenseitige Potenzial und ergänzen sich einfach gut. Klar gäbe es da auch mal Auseinandersetzungen, aber das wäre ja auch mit jedem anderen Geschäftspartner der Fall.

Gemeinsam leben Corinne und Stefan immer wieder mal in Los Angeles — am Schmelztiegel für Musiker aus der ganzen Welt. Das grosse Zusammentreffen mit verschiedenen Künstlern inspiriert die Geschwister und macht die Vorfreude auf den ESC umso grösser.

Die ESC-Community sei riesig, freut sich Corinne Gfeller und so erhofft sie sich auch die ein oder andere Jam-Session mit anderen Teilnehmern. Das Hauptziel von «ZiBBZ» bleibt aber der Einzug in das Finale des Eurovision Song Contest. Ob es dazu kommt, wird am 8.Mai beim Halbfinale in Lissabon entschieden. 

Sehen Sie hier den Talk mit Corinne und Stefan Gfeller in voller Länge:

TalkTäglich: Die Aargauer Geschwister Corinne und Stefan Gfeller alias «ZiBBZ» sind die Schweizer Hoffnung am Eurovision Song Contest 2018 in Lissabon.

TalkTäglich: Die Aargauer Geschwister Corinne und Stefan Gfeller alias «ZiBBZ» sind die Schweizer Hoffnung am Eurovision Song Contest 2018 in Lissabon.

Mit ihrem Song «Stones» konnten sie sich in der Schweizer Ausscheidung durchsetzen und werden nun am 8. Mai 2018 in Portugal um den ESC-Finaleinzug kämpfen. Was sie von dem grossen ESC-Abenteuer erwarten, erzählen sie im «TalkTäglich».