Ehrung
Geheimdienst-Enthüller Edward Snowden erhält alternativen Nobelpreis

Der US-Whistleblower Edward Snowden erhält gemeinsam mit dem Chefredaktor der Zeitung «Guardian» den alternativen Nobelpreis. Konkret wird «er für den Aufbau einer globalen Medienorganisation» geehrt.

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Whistleblower Edward Snowden (Archiv)

Whistleblower Edward Snowden (Archiv)

Keystone

Der Alternative Nobelpreis geht in diesem Jahr an den US-Geheimdienstenthüller Edward Snowden. Der frühere NSA-Mitarbeiter bekomme die undotierte Ehren-Auszeichnung, "weil er mit Mut und Kompetenz das beispiellose Ausmass staatlicher Überwachung enthüllt hat, die grundlegende demokratische Prozesse und verfassungsmässige Rechte verletzt", wie die Right-Livelihood-Award-Stiftung am Mittwoch in Stockholm mitteilte.

Gemeinsam mit Snowden wird "Guardian"-Chefredaktor Alan Rusbridger geehrt. Die britische Zeitung hatte die Überwachungspraktiken enthüllt.

Er werde ausgezeichnet "für den Aufbau einer globalen Medienorganisation, die sich verantwortlichem Journalismus im öffentlichen Interesse verschrieben hat und gegen grosse Widerstände illegales Handeln von Unternehmen und Staaten enthüllt", hiess es.

Die pakistanische Anwältin Asma Jahangir und Basil Fernando von der asiatischen Menschenrechtskommission ehrt die Stiftung für ihren Kampf für Menschenrechte mit der mit je 500'000 schwedischen Kronen (knapp 66'000 Franken) dotierten Auszeichnung. Ein weiterer Preis geht an den US-amerikanischen Umweltaktivisten Bill McKnibben. (sda)