Musiktheater

Gardi Hutter singt in der Künstlergarderobe

Clownin Gardi Hutter mit Michael von der Heide (Key)

Clownin Gardi Hutter mit Michael von der Heide (Key)

Mit ihrem neuen Programm «Wanderful» erfüllt sich Gardi Hutter etwas, das in ihrem Clownsein ansonsten zu kurz kommt: Sie singt - zusammen mit Michael von der Heide und Sandra Studer. «Wanderful» hat am 26. September im Theater Hechtplatz in Zürich Premiere.

Mit Sandra Studer teilte sich Gardi Hutter vor zehn Jahren eine Garderobe und: "Wir mochten uns auf Anhieb", erzählt sie am Sonntag auf "bluewin.ch". Studer spielt gerne Theater, Hutter singt gerne und deshalb hätten sie zusammen mit dem Chansonnier Michael von der Heide das Programm "Wanderful" entwickelt.

Es spielt in einer Künstlergarderobe, geht aber ums Wandern, ums Unterwegssein also. Das kommt der Clownin entgegen, denn "in diesem Beruf muss man lernen, sich überall schnell daheim zu fühlen. Sonst ist man ein unglücklicher Mensch".

Aufgetreten ist Hutter schon an vielen Orten. Gelacht wird überall, aber immer anders. In China lachten die Leute dezent, sagt Hutter. In Italien lache zuerst niemand. "Wenn sie dann aber lachen, können sie nicht mehr aufhören." Am schnellsten lachten die Deutschen, "und in Brasilien bekomme ich Standing Ovations, kann aber keine Zugabe spielen, weil alle schon gegangen sind".

Gardi Hutter ist in einer streng katholischen Familie aufgewachsen. Sie lernte etwa: "Wenn ein Mädchen pfeift, weint im Himmel die Mutter Gottes." Also habe sie sich das Pfeifen verkniffen. "Niemand will, dass Mutter weint."

Was den strengen Glauben anbelangt, habe sie aber schon als Teenager zu zweifeln begonnen. "Dann kamen die 68er, freie Liebe, selber denken, selber entscheiden. Ich musste nicht lange überlegen, was mir besser gefällt."

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