Dies sei kein Zufall, erklärt die 47-Jährige in der Bahn-Zeitschrift "Via". "Es ist ein Credo, in meinem Werk den öffentlichen Verkehr einzubauen und das Auto etwas schlechter dastehen zu lassen". Rist findet, dass Autos schon zuviel Platz in unserer Welt beanspruchten. Ausserdem könne und wolle sie nicht Autofahren.

"Zudem gefällt mir die Welt des öffentlichen Verkehrs, ich finde sie eine kollektive Glanzleistung." Eine Zug- oder Tramfahrt sei für sie immer auch eine Experimentierfeld, wo sie versuche, ihre eigenen Ängste und Hemmungen abzulegen, erklärt Pipilotti, alias Elisabeth Charlotte Rist.

Manchmal getraue sie sich nicht, doch dann sage sie sich "Rist, jetzt kannt du nicht so schwach sein", und dann mache sie ein Kompliment. "Danach bin ich meistens froh, es gemacht zu haben, weil sich ein nettes Gespräch daraus ergeben hat - in seltenen Fällen auch nicht, weil jemand denkt, ich sei aus der Irrenanstalt ausgebrochen."