"Es gibt viele Monumente, von denen man enttäuscht ist, wenn man sie zum ersten Mal sieht. Aber beim Matterhorn ist das Gegenteil der Fall", sagt der Konzeptkünstler und Musiker im Interview mit der "SonntagsZeitung".

Er habe das Horn zuvor tausendfach auf Abbildungen gesehen. Wenn man aber davor stehe, habe es etwas unheimliches an sich, findet der Zürcher und erklärt: "Der Berg ragt wie eine Skulptur aus dem Boden in den Himmel. Die Form gleicht einer Pyramide - eine Pyramide der Götter."

Dass das Matterhorn weltberühmt wurde, erklärt sich Meier mit der Tatsache, dass es eine Form besitze, welche ansonsten von Menschenhand erschaffen werde. "Es gibt viele schöne Berge, aber diese Ebenmässigkeit, diese Symmetrie, das Solitäre macht das Matterhorn so speziell."

Der ausgebildete Jurist, der das Matterhorn mit 30 Jahren zum ersten Mal sah, findet es zudem "sehr amüsant", dass der Berg nur von der Schweizer Seite aus so schön aussehe: "Die Italiener sehen quasi nur hinter die Kulisse."