Benetton

Für den Kampf gegen Hass: Merkel küsst Sarkozy

In der Nacht auf heute wurden in Rom an verschiedenen Orten Plakate aufgehängt. Darauf zu sehen sind immer zwei bekannte Persönlichkeiten, die sich küssen. Das Ziel der Kampagne des Modeunternehmens Benetton: Kampf gegen Hass.

Merkel küsst Sarkozy. Obama küsst Chavez. Kim Jong Il küsst Lee Myung-Bak.

Das erste der genannten Pärchen könnte man sich noch Vorstellen. Schon eher abwegig ist der Kuss zwischen Obama und Chavez. Völlig auszuschliessen allerdings ist das «Geknutsche» zwischen Kim Jong Il, Staatsoberhaupt Nordkoreas, und dem Präsidenten Südkoreas, Lee Myung-Bak.

Hass der Welt

Dass diese Küsse nie stattgefunden haben, liegt auf der Hand. Die Bilder sind Fotomontagen des italienischen Modeunternehmens «United Colors of Beneton». Mit den provokanten Plakaten will man auf den Hass in der Welt aufmerksam machen.

Allein durch Liebe könne der Hass überwunden werden, erklärt Benetton in einer Mitteilung. Diesen Hass in der Welt auf eine aussergewöhnliche Art zu bekämpfen, ist das Ziel von Benetton. Auch soll eine neue Kultur der Toleranz geschaffen werden.

Papst hat ausgeküsst

Vor kurzem war sogar noch der Papst beim Küssen zu sehen. Er herzte Imam Ahmed Mohamed el-Tayeb besonders innig. Diese Montage hat Benetton jetzt allerdings zurückgezogen. Laut «Spiegel Online» sprach Vatikansprecher Federico Lombardi von «einem schweren Mangel an Respekt gegenüber dem Papst».

Der Papst küsst Imam ahmed Mohamed el-Tayeb - diese Montage nahm Benetton mittlerweile aus der Kampagne.

Der Papst küsst Imam ahmed Mohamed el-Tayeb - diese Montage nahm Benetton mittlerweile aus der Kampagne.

Eine weitere Aktion der Kampagne ist der «Unhate Dove». Der kubanische Künstler Erik Ravelo baute aus recycelten Patronen eine Friedenstaube. Diese wird nun einem Land geschenkt, das kürzlich einen Konflikt überwunden hat. (cht)

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