Wehmut

Fred Kindle hat die ABB noch nicht vergessen

AC/DC-Fan: Fred Kindle (Archiv)

AC/DC-Fan: Fred Kindle (Archiv)

Fred Kindle (50) war Konzernchef von ABB. Vor einem Jahr musste er gehen. Längst hat er einen neuen Job. Doch sein alter Arbeitgeber hängt ihm immer noch am Herzen.

"Guten Tag" würde Fred Kindle (50) zu ABB-Präsident Hubertus von Grünberg (66) sagen. Sonst nichts. Dies erzählt der Ex-Konzernchef der ABB in der "Bilanz". Dass sich die beiden Herren nicht allzuviel zu sagen haben, erstaunt nicht: Vor einem Jahr musste Kindle den Schweizer Weltkonzern verlassen, obwohl er gerne geblieben wäre. Der Verwaltungsrat um Hubertus von Grünberg wollte ihn aber nicht mehr.

"Es ist normal, dass es unter solchen Umständen Emotionen gibt und Schmerzen. Die Zeit heilt alle Wunden. So ist es auch bei mir," sagt Kindle. Und gesteht dann doch: "Wenigstens die allermeisten Wunden." Fred Kindle hat wohl einen neuen Job, die ABB aber hat er längst nicht vergessen.

Er sieht sogar Parallelen zu seiner zweiten Leidenschaft, der Rockmusik. Gerne wäre Kindle ans AC/CD-Konzert in Zürich gegangen. Weil es verschoben wurde, konnte er aber nicht gehen. "Leider", wie er sagt, "denn AC/DC ist eigentlich nichts anderes als ABB. AC/DC steht für Wechselstrom/Gleichstrom. Das ist das Kerngeschäft von ABB. Und AC/DC hatten zwei legendäre Alben: "Highway to Hell" und später "Back in Black". Treffender könnte man die Entwicklung von ABB nicht beschreiben."

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