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Französische Austernfans trotzen Verzehrverbot

Austernfischer in Frankreich (Archiv)

Austernfischer in Frankreich (Archiv)

An der französischen Atlantikküste trotzen Austernzüchter und -fans dem Verzehrverbot. «Ich esse seit 77 Jahren Austern, davon werde ich auch heute nicht abweichen», sagte Cécile Pintot aus der «Austernhauptstadt» Gujan-Mestras im Becken von Arcachon am Sonntag.

"Austernessen ist ein Ritual für mich", betonte ein weiterer Rentner aus dem Austerndorf im Südwesten des Landes, Jean-Claude Dubos. Ausserdem wolle er die Züchter unterstützen, nachdem die Behörden am Mittwoch ein Verbot verhängt hatten.

Die Präfektur in der Gironde hatte den Genuss von Austern vorläufig untersagt, nachdem ein Test mit Versuchstieren negativ ausgefallen war - zum vierten Mal seit Mai.

Am Verkauf der Austern beteiligten sich aus Solidarität auch mehrere örtliche Abgeordnete. "Seit Mittwoch verkaufen wir mehr als sonst, die Kunden kommen öfter und kaufen mehr", sagte der Vorsitzende des Austernzüchterverbandes, Jean-Claude Lacoste.

Viele Züchter lehnen den so genannten Mäusetest ab, weil er wissenschaftlich nicht haltbar ist: Die Behörden können den Handel verbieten, wenn Versuchsmäuse nach einer Spritze mit Austernfleisch sterben. Am Bassin d'Arcachon in der Nähe von Bordeaux sind gut 300 Züchter ansässig.

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