Die Briefe machten deutlich, "dass Dylan als junger Mann sehr in mich verliebt gewesen sein muss", sagte die 74-Jährige dem "Zeit-Magazin". "Er war anscheinend so von mir besessen, wie man das wohl nur sein kann, wenn man noch jung ist."

Dylan hat Hardy zufolge in einem New Yorker Café Kisten mit Texten zurückgelassen. Im vergangenen Jahr hätten zwei Amerikaner sie gefragt, ob sie daran interessiert sei. Unter den Dokumenten waren auch die Briefe.

Getroffen habe sie Dylan nur 1966 in Paris. Nach einem Konzert von ihm habe er sie in sein Hotelzimmer gebeten und ihr dort seine Songs "Just Like a Woman" und "I Want You" vorgespielt. "Das war einerseits sehr direkt, andererseits war Dylan total schüchtern. Und ich war wirklich so naiv, dass ich überhaupt nicht begriffen habe, was er von mir wollte", berichtete Hardy. Der Musiker sei allerdings nicht ihr Typ gewesen. "Mir gefiel damals Mick Jagger viel besser, aber der hatte eine Freundin. Ich bedankte mich dann jedenfalls bei Dylan und sah zu, dass ich da wegkam."