Die Anklage wirft ihm vor, sich mit einer gefälschten Vollmacht zum Ehemann gemacht und daraus unrechtmässige Vorteile gezogen zu haben. Die Anwälte des Angeklagten wiesen die Vorwürfe zurück und forderten eine sofortige Einstellung des Verfahrens.

Die Italienerin war bereits im vergangenen Jahr mit einer Klage gegen Rigau in Spanien gescheitert. Lollobrigida, Sexsymbol der 50er und 60er Jahre, hatte versichert, der Spanier habe sie 2010 in Barcelona mit einer gefälschten Vollmacht geehelicht. Von der Heirat habe sie erst später aus dem Internet erfahren. Die spanische Polizei hatte damals jedoch erklärt, die Unterschrift von "La Lollo" sei echt.

Lollobrigida wirft Rigau nun vor, sie habe nicht gewusst, wofür sie eine Vollmacht unterschreibe. "Er hat mich zu einem Notar gebracht und mir gesagt, dass ich ein Schriftstück unterschreiben muss, um ein Zivilverfahren wegen Medienangriffen gegen mich fortzuführen", sagte die Italienerin vor dem Gericht in Rom.

"Es war auf Spanisch, und ich habe unterschrieben, ohne zu wissen, worum es sich handelt." Sie habe Rigau früher einmal heiraten wollen, es sich dann aber anders überlegt.