Tennis-Legende

Fast 70 Millionen Franken Schulden: Boris Becker droht die Zwangsversteigerung

Boris Becker konnte den Konkurs nicht verhindern

Boris Becker konnte den Konkurs nicht verhindern

Der Schuldenberg von Boris Becker soll fast 70 Millionen Franken betragen. Wie deutsche Medien berichten, droht dem Ex-Tennis-Star nun die Zwangsversteigerung. Davon betroffen sind auch seine Pokale.

Vor rund drei Monaten hat ein Gericht in London Konkurs über Boris Becker verhängt. Nun wird bekannt: Der Schuldenberg des Ex-Tennis-Stars soll noch viel grösser sein als bisher angenommen. Wie «Stern» berichtet, meldeten Gläubiger inzwischen Forderungen in Höhe von über 61 Millionen Euro (umgerechnet fast 70 Millionen Franken) bei der Insolvenzverwaltung in London an. Diese Angaben stammen von Ermittlern des Londoner Finanzdienstleisters Smith & Williamson. 

Der einstige Metro-Manager und Investor Hans-Dieter Cleven allein soll eine Summe von umgerechnet 38,4 Millionen Euro einfordern. Ob alle Forderungen in der genannten Höhe durch die Insolvenzverwaltung anerkannt werden, ist gemäss der Zeitung noch offen.

Das Auktionshaus Wyles Hardy & Co. sei damit beauftragt worden, sein Hab und Gut zu schätzen und anschliessend zu versteigern. Was Becker besonders hart treffen könnte: Auch seine gewonnenen Pokale zählen zu den betreffenden Gegenständen, wie «Bunte» schreibt.

Wegen Steuerhinterziehung verurteilt

Der Tennis-Profi hat in seiner Karriere ein Preisgeld von über 25 Millionen Dollar kassiert. Er gewann insgesamt 49 Turniere im Einzel – darunter sechs Grand-Slam-Turniere, davon dreimal das Turnier von Wimbledon – sowie 15 Titel im Doppel. Bis heute gilt er als jüngster Wimbledon-Sieger in der Geschichte des Turniers.

Zuletzt war Becker bei den French Open für den TV-Sender Eurosport als Experte im Einsatz. Davor war er als Coach von Novak Djokovic sehr erfolgreich und führte den Serben zu mehreren Grand-Slam-Titeln.

Im Jahr 2002 hatte das Landgericht München den früheren Tennis-Star wegen Steuerhinterziehung zu zwei Jahren Haft auf Bewährung und einer Geldbusse von 500'000 Euro verurteilt.

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