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«Fascht e Familie»-Star will Deutscher werden, weil er Schweiz zu kleingeistig hält

Schauspieler Beat Marti (Archiv).

Schauspieler Beat Marti (Archiv).

Mit der TV-Serie «Fascht e Familie» wurde er landesweit berühmt. Jetzt will der Bündner Schauspieler Beat Marti nebst dem Schweizer auch noch den Deutschen Pass. Eine Gefühlssache, wie er sagt.

«Ich möchte unbedingt Deutscher werden», sagt der Churer Beat Marti gegenüber «Blick». Der Schauspieler lebt seit 17 Jahren in Deutschland – 15 davon in Berlin. Um aus den zwei Seelen in seiner Brust wieder eine Einheit zu formen, müsse er diesen Schritt mache. «Ich will zu beiden Seelen einen Pass besitzen», sagt Marti.

Zu engstirniges Denken

Das Schweizer Denken sei ihm oft zu kleingeistig, hält Marti fest. Seit 2006 ist der Schweizer mit deutscher Seele mit der Berliner Schauspielerin Delia (26) verheiratet, und auch Tochter Lana (10) entstammt einer Beziehung mit einer Deutschen. «Auch ihretwegen möchte ich emotional zu diesem Land stehen und auch politisch mitent­scheiden können.»

Trotzdem gerne Eidgenosse

Im TV mimt Marti gerne den Eidgenossen: Im Zweite-Weltkriegs-Drama «Nur ein Schritt» spielt er heuer einen Zöllner, und im neuen SRF-Film «Stern am Mittagshimmel» hat er die Hauptrolle ergattert. Sein Einbürgerungsantrag sei darum auch nicht «antischweizerisch», er wolle aber ein Zeichen setzen: «Die Welt ist ein Ganzes, und die Menschen haben mehr miteinander zu tun, als wir denken. Ich mache einen Schritt in Richtung Welt und will weg vom begrenzten Denken.» (msk)

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