Hoffmans Mutter Marilyn O'Connor vergrub ihre Gesicht in ihren Händen, als sie am Abend am Frank E. Campbell Beerdigungsinstitut in New York eintraf. Die frühere Lebensgefährtin Hoffmans, Mimi O'Donnell, war zuvor gesehen worden, wie sie zusammen mit ihren drei Kindern ihr Haus verlassen hatte. Das Paar hatte sich erst kürzlich getrennt.

Polizisten hielten Schaulustige und Medienvertreter vor dem Beerdigungsinstitut auf Abstand. Die Trauermesse für Hoffman war für Freitag in der Kirche St. Ignatius Loyola an der Park Avenue geplant, eine öffentliche Trauerfeier für Ende des Monats.

Zum Gedenken an den begnadeten Bühnenschauspieler und Gelegenheitsregisseur Hoffman hatten am Abend alle Broadway-Theater eine Minute lang ihre Leuchtreklamen ausgeschaltet. Vor dem Haus des Off-Broadway-Ensembles LAByrinth Theater Company, dessen künstlerische Leitung Hoffman zeitweise innehatte, trafen sich hunderte Freunde und Fans zu einer Kerzenwache.

Hoffman war am Sonntag mit einer Spritze im Arm auf dem Boden seines Badezimmers gefunden worden. Offenbar starb er an einer Überdosis Heroin. Die Gerichtsmedizin hatte am Montag mit der Obduktion begonnen. Sie brachte zunächst kein eindeutiges Ergebnis. Weitere Tests waren erforderlich. Solange muss Hoffmans Familie auf die Freigabe des Leichnams warten.