Dass sie voll zu Hause arbeite, sei keine Vergeudung von Wissen und Talent, betont Hutter in der "Weltwoche", welche die Vorzeigefamilienfrau in ihrem komfortablen Haus auf einem aussichtsreichen Hügel ob Altstetten besucht hat. Dort zieht die frühere SVP-Nationalrätin und ehemalige Geschäftsfrau die beiden Kinder Jon (5) und Mara (3) gross.

Kontakt zur SVP hat sie nur noch "rein privat". Hutters Mann liefert Toni Brunner jeweils Heu auf dessen Hof, dieses Jahr waren es sogar 13 Tonnen. Darauf war er "huere stolz", verrät Hutter. Ihr Mann sorgt als Besitzer einer Elektrofirma für das Familieneinkommen, wäre aber am liebsten selber Bauer geworden.

Hutters elterliche Baumaschinen-Firma wurde inzwischen verkauft. Eine Teilzeit-Geschäftsleitung kam für die designierte Chefin nicht in Frage. "Es tönt floskelhaft: Aber was ich mache, dort will ich voll dabei sein." Am Anfang hatte sie Mühe mit der Umstellung: "Von hundert auf null, das war für mich nicht das Beste."

Zur grossen Leere gesellte sich nach der Geburt von Mara eine schwere Depression. Drei Monate verbrachte die junge Mutter damals in einer Klinik, wo man sie zur Therapie vor eine leere Leinwand setzte. Seither malt sie in den buntesten Farben und spielt mit dem Gedanken, den Vorkurs für die Kunstschule zu absolvieren. "Das Malen hat mir das Leben gerettet".