Kachelmann

Ex-Geliebte will Journalisten bei Prozess zulassen

Kachelmann muss am Montag vor Gericht.

Kachelmann muss am Montag vor Gericht.

Am Montag muss sich Jörg Kachelmann vor Gericht verantworten. Immerhin: Bis zum Prozessende scheint Kachelmann seine Firma zusammenhalten zu können.

Der Streit innerhalb der Firma von Wetterfrosch Jörg Kachelmann scheint nach der Generalversammlung beigelegt: Die Generalversammlung der Meteomedia fand am Freitagabend laut «Sonntag» an einem diskreten Ort in der Ostschweiz statt. Dabei kam es erstmals zu einem Treffen der zerstrittenen Aktionäre.

Führung will sich zusammenraufen
Firmengründer Jörg Kachelmann war an der Krisensitzung präsent und trat «sehr selbstsicher» auf, wie mehrere Versammlungsteilnehmer den «Sonntag» berichten. Trotz anderer Vorzeichen raufte sich die Versammlung überraschend zusammen. Die Reihen seien «vorerst geschlossen», sagt ein Anwesender.

Der Zürcher Rechtsanwalt Martin Kurer und der zuvor für die deutsche WDR Mediagroup tätige Dietmar Gamp wurden dabei formell in den Meteomedia-Verwaltungsrat gewählt. Schon zuvor war Frank B. Werner nach einer Auseinandersetzung über Kachelmanns künftige Rolle in der Firma zurückgetreten.

Positiv gewertet wurde, dass Kachelmann seine VR-Position vorerst ruhen lässt. Der weitere Verlauf hängt vom Ausgang des am Montag in Mannheim beginnenden Prozesses ab. Bei einer Verurteilung drohen ihm mindestens fünf Jahre Haft. An der Sitzung äusserte sich der 52-Jährige TV-Moderator nicht zum bevorstehenden Prozess.

Mutmassliches Opfer will öffentliche Anhörung
Derweil droht Kachelmann neues Ungemach im Vorwurf der Vergewaltigung. Die ehemalige Geliebte von Jörg Kachelmann will vor Gericht beweisen, dass sie vom TV-Moderator vergewaltigt und mit einem Messer bedroht wurde. Der «Sonntag» weiss aus zuverlässiger Quelle,

dass sie gegen den Willen ihres Anwaltes darauf drängt, die Öffentlichkeit bei ihrer Aussage nicht auszuschliessen. «Sie will öffentlich zeigen, dass sie nichts zu verbergen hat», so ein Freund der Familie in Schwetzingen. Dort soll es im Februar zu der Tat gekommen sein.

Die 37-jährige Journalistin arbeitet unterdessen wieder stunden- und tageweise bei einem Spartensender. «Sie wirkt im Hintergrund und gestaltet Beiträge, beispielsweise über Hip und House Music», sagt ein Radio-Insider zu der Zeitung.

Bekannt im Umfeld der Familie machen laut dem Bericht deutlich, wie schwer der Radiofrau der Schritt zur Anzeige gegen den Star-Meteorologen gefallen ist. Als Medienprofi habe sie erahnt, was auf sie zukommen werde, «aber mit dem Wissen von heute, würde sie es nicht mehr tun», so der Tenor.

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